Don vorstehenden Schilderungen und den Beobach-tungen späterer Besteiger ist zu entnehmen, dass dieI lauer und die Schwierigkeit einer Eigerbcstcigungwesentlich davon abhangen, ob die unteren Felspartienschneefrei sind oder nicht und ob das oberste Firnfeldin höherem oder geringerem Grade vereist ist. I leshalbmuss auch das Urteil, ob der Eiger zu den schwierigemoder den leichteren Bergen zu rechnen sei, je nach denUmständen ganz verschieden auslallen. An der Aussichtwird gerühmt, dass von hier die Gegensätze zwischenI lochgebirge und Machland sich zu vollkommener Har-monie verbinden.
Der Kamm zwischen Eiger und Mönch wurde zumersten male überschritten am 7. Anglist 185') von denHerren Rer. Lcstic S/cptien, William und GeorgeMathcivs, alle vom Englischen Alpenklub, mit den Füh-rern Ulrich Laucncr von Eauterbrunnen und JeanBaptistc Cros und M. Charlet aus Chamonix .
I lie Absicht war, auf einem neuen Passwege von derWengernalp nach dem Eggishorn zu gelangen. Es wurdeeine vorläufige Orientierungsreise bis aut das kleine Pla-teau des Guggigletschers gemacht, welches ungefähr ander Mitte des Berges den wild zerklüfteten Gletschermit den oberen Firnhalden des Jungfraujochs verbindet.Die Aussichten für einen Übergang in dieser Richtung,westlich des Mönchs, waren nicht sehr ermunternd; daherrichtete die Gesellschaft, als sie am Morgen des 7. Augustum 4 Uhr von der Wengernalp aufbrach, ihre Schrittegeraden Wegs gegen den F'uss des Eigers. Bei derfrühen Tageszeit waren die den Gletscher umgebendenFelsen und die Seitenmoränen desselben hart und glatt.Doch in kurzem betrat man das Eis des vom Eiger herabkommenden Gletschers nahe an der Centralaxe und