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Schuttkegel, 1 ) von denen die beiden ersten den Berg-hängen, der dritte dem Thalboden angehört und die oftso nahe bei einander liegen, dass man sie von einemPunkte der gegenüberliegenden Thalwand auf einmalüberblicken kann. Zwischen den Eelsenzacken desBergkammes herab ziehen durch die grauen Schutt-halden und grünen Abhänge Purchen und Bisse, die
J ) So werden die Theile des Wildbachs von den Schweizer In-genieuren genannt; vergl. den „Bericht an den hohen schweizerischenBundesrath über die Untersuchung der schweizerischenWildbäche.“ Zürich , 1864. Alexander Surell in seinerpreisgekrönten Schrift „Etüde sur les torrents des Hautes-Alpes“, die in erster Auflage 1842, in zweiter, vermehrt umeinen zweiten Band von Ernest Cezanne, Paris , 1870 und 1872erschien, unterscheidet bassin de reception (auch entonnoire), canald’ecoulement (gorge oder goulot) und lit (cöne) de dejection. —Streffleur „Ueber die Ursachen und Wirkungen derWildbäche“ (in den Sitzungsberichten der Kaiserlichen Academieder Wissenschaften, math. naturw. Classe, Band 8, Wien , 1852)vergleicht den Wildbach mit einem Trichter und unterscheidetBecken, Röhre und Ausguss. Ihm folgt Koch „Ueber Mur-brüche in Tirol“ (im Jahrbuch der Kais. Königl. GeologischenReichsanstalt. Band 25. Wien , 1875), hält es aber für unrichtig,dass Streffleur die Ausdrücke Murre und Giess nur auf denSchutt- oder — wie Koch lieber will — Schwemmkegel anwendc.Beide führen ihre Benennungen auf J. Duile „Ueber Ver-bauung der Wildbäche in Gebirgsländern“, Innsbruck ,1826, zurück, ich habe in der zweiten Auflage des Buchs von 1834nur einmal das Sammelgebiet einiger Wildbäche mit dem NamenTrichter (pag. 13) bezeichnet gefunden. Von den beiden erstenArbeiten über Wildbäche, nämlich Dr. Franz Zallinger „deeausis et remediis inundationum in Tyroli“, Innsbruck , 1778 (und] n deutscher Auflage 1779) und M. Fahre „theorie des torrentset des rivi'eres“ 1797 kenne ich das erstere nur aus Duilesanerkennender Erwähnung und das zweite aus den Auszügen, dieSurell seinem Werke in Note 10 und 11 beigegeben hat. EinigeAufsätze in der „Revue des deux mondes “ fussen auf Surell, dieStudien von Breton und Scipion Gras sind besprochen undstellenweise excerpirt in Cbzanne’s zweitem Theile zu Surell.
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