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bald grösser, bald kleiner, alle nach unten convergirenund sich schliesslich in einer einzigen Schlucht ver-einigen. Tief eingeschnitten führt dieselbe zwischengelichteten Waldungen und Bergwiesen hernieder zumThalboden. Hier verschwinden plötzlich die steilenUfer, und schwächer geneigt führt das kaum einge-schnittene Bachbett über eine Erhöhung des Thalbodens,die an dem Ausgange der Schlucht ihre Culminationhat und einem flachen, von der Spitze zur Basis halbirtenKegel gleicht.
Steigen Avir neben dem Laufe des Wildbachs all-mählich empor gegen die Ausmündung der Schlucht, soführt uns unser Pfad über immer gröberes Material.Immer massiger werden die Gesteinstrümmer, die ausdem Bande des Baches, den kahlen Sand und Schotter-massen einerseits, den üppigen Wiesen und Saatenandererseits hervorschauen. An 50 m. sind wir höhergelangt, noch einmal lassen Avir den Blick über denbis auf einen wüsten Strich längs des Bachufers be-bauten Halbkegel und den ihn unten bogenförmig um-rahmenden Fluss schAveifen, dann steigen wir neben derwilden Schlucht den steilen Abhang des Berges hinan.An einigen Stellen können wir dicht herantreten anden Band des Tobels, an anderen warnen uns Bisse,dem trügerischen Boden zu trauen. Die Steigung wirdetwas sanfter, von Zeit zu Zeit mündet eine trockeneFurche in die Schlucht. — Vor uns erblicken wir bereitswieder den zackigen Kamm, und bald gelangen Avir aufden Boden eines Circus, dessen Bänder erst allmählich,dann gegen die von Schutthalden umgebenen Felsenimmer steiler ansteigen. Unter den vom Kranze desAmphitheaters nach seinem Boden zusammenlaufendenFurchen liegen einige ganz trocken, während anderevon Wasseradern durchrieselt werden, die ihren Ur-sprung hoch oben in schmutzigen, durch Felsen-