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Obwohl nach alpinem Massstab die climatischenYerhältnisse nicht als besonders gefährlich bezeichnetwerden können, haben die Entwaldungen bei der leichtenZerstörbarkeit der Gehänge ein so grosses Yerderbenherbeigeführt. Die beiden eifrigsten Arbeiter in derUeberschüttung des Thalbodens sind auch hier nichtGletscherbäche, wohl aber ward ihre stets reichlicheWasserzufuhr die Hauptursache der Versumpfung ober-halb der stauenden Schuttkegel. Lorenz hat die Ge-steine nach dem Grade ihrer Zerstörbarkeit in plio-mio- und dys-trimnogene getheilt und von den letzterenauf seiner Karte des Ober-Pinzgau zwischen Bramberg und Niedernsill so gut wie Nichts verzeichnen können,wir bleiben bei der geologischen Nomenclatur Hauers.Auf der Südseite finden wir meist die leicht zerstör-baren Glimmer-, Chlorit- und Talkschiefer, in welchedie Tauernbäche, hin ünd wieder über eine härtereGesteinsbank oder festen Gneis Kascaden bildend, tiefeingeschnitten sind, auf der Nordseite die noch leichterzerstörbaren Thonschiefer.
Betrachten wir nun die einzelnen Seitenbäche undihre Einwirkung auf den Character des Thals. DieKrimler Ache braust in den berühmten Wasserfällenherab, behält aber oberhalb derselben noch immer Ge-fäll genug, um die reichen Verwitterungsproducte ihrerBergwände zum Theil in die Salzach zu führen; fastjede Minute stürzen Eelsentrümmer mit dem Wasserfallherab, deren Poltern man durch das Getöse des Wassersbemerkt.
Gleich oberhalb der Fälle sieht man zwei Schutt-kegel, von denen der eine, welcher einem kleinenSeitenthale entstammt, 33° geneigt ist und sich 300 m.an dem Berge hinauf zieht.
Die folgenden Tauernthäler zeichnen sich durchTiefe, Engheit, Schroffheit und Zerrissenheit aus. Das