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Die Wildbäche der Alpen : eine Darstellung ihrer Ursachen, Verheerungen und Bekämpfung als Beitrag zur physischen Geographie / von F.W. Paul Lehrmann
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bach und Niedernsill theilweise zerstörte, so enormeSchuttmassen, dass die durch die Anstauung seinesKegels bedingten Versumpfungen noch an Ausdehnunggewannen.

Vom Parallelzuge münden den Sulzbächen nahezugegenüber der Trattenbach und der Dürren- oder Tirn-bach, der 1572 das auf seinem mächtigen Schuttkegelangesiedelte Neukirchen zerstörte. Die Salzach umfliesstden Schuttkegel in weitem Bogen und die über ihnhinführende Strasse liegt 60 m. höher, als der Spiegeldes Plusses. Nach einem anderen Mühlbach kommt vonder linken Seite der Stuhlfelder Bach, welcher demgleichnamigen Ort schon mehrmals übel mitspielte, ihmfolgen der Manlitzbach, der Uttendorfer- (1868 grosserMurgang), Tobers- und Pölsenbach.

Das sind die Verwüster des Salzachthales! Vonihren Ausgängen ziehn sich mehr oder minder erhobeneSchuttdämme gegen den Pluss, oft seitlich durchbrochen,so dass sich, das Material weit über den Thalboden aus-breitet. Natürlich erhöhte auch die überladene Salzachihre Ufer und an einigen Stellen steigt man sogarbeiderseits vom Thalboden auf Leitern zum Rande desPlusses empor. Oberhalb des Schuttkegels von Niedern-sill macht sich die Versumpfung besonders geltend,durch die Ablagerungen des Stuhlfeldner Baches in diezwei grossen Sumpflachen von Stuhlfelden und Lengs-dorf getheilt. Einige Striche grünen Landes, meistsaure Wiesen, unterbrechen hier und da die nacktenLettenbänke, oder die zahlreichen Röhrichte. Bis nahean die Gehänge dominirt das Wasser und bedroht auchdie ihm zeitweilig entrissenen Gebiete beständig mitneuer Versumpfung.

Durch Vertiefung des Salzachbettes bei Bruck istdas untere Thal gesünder geworden und sind die Sümpfe