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Ausschalungen da, wo der Bau von Brücken eineVerengung des Profils nöthig macht, da andernfallsder Bach Kolke auswühlen und das Bestehen derBrücke gefährden würde. Besondere Sorgfalt erfordertdie Einführung des "Wildhaches in den Eluss desHauptthals. Sie muss unter möglichst spitzem Winkelerfolgen, damit nicht durch die sich kreuzenden Strö-mungen Stauungen und Wirbel entstehen, oder derEluss durch die Hochwasser des Wildbaches zur Seitegedrängt werde und das gegenüberliegende Uferzerstöre.
Ist der Eluss gegen die massenhafte Geschiebe-zufuhr der Wildbäche geschützt, so kann man mit dereigentlichen Correction beginnen. Eine so viel wieirgend mögliche Ausgleichung des Gefälles und einegenaue Normalisirung der Breite sind die wesentlichstenErfordernisse einer guten Elussregulirung. Sprengungenvon Eelsriegeln, die das Thal durchsetzen, und weithäufiger Durchstiche stauender Schuttkegel l sind zurAufhebung eines ungleichen Gefälles hier und daunerlässlich und vertheuern die Regulirungsarbeitenerheblich. Noch schwieriger, wenn auch in ganzanderem Sinne, ist die Normalisirung der Breite, welchenicht a priori berechnet werden, sondern nur nach einergenauen Beobachtung der Wasserstände und ihrerWirkungen auf das Flussbett bestimmt werden kann.An der Rhone , die von Brieg bis zum Genfer See aufden Klm. durchschnittlich 1,8 m. Gefall 1 ) hat, bedientman sich, um eine dem hohen wie dem niedrigenWasaerstande entsprechende Breite zu erlangen, dessogenannten Sporensystems. Von den anfänglich 70,zuletzt 130 m. auseinanderliegenden Hochwasserdämmen
i) Auf dem Schuttkegel des Illgrabens fanden sich Strom-schnellen von 4 und selbst 30 m. Gefall pro Klm.