Ziegelmehl und Flußsand, dann aus einem halbenCubik-Fuß Glasmehl, eben so viel Schmiede.Schla-cken und auch Kalkmehl. Dieses wird ohne Wassertüchtig unter einander gearbeitet, denn der frisch mitKalkwasser gelöschte Kalk giebt die Feuchtigkeit. DieSleinkitte bestehet aus » Pfund gut gekochtem Del,z Pfund Iiegelmchl, i Pfund Kalkmehl, ; Pfund Glas-mehl mit zerflossenen Krugscherben untermischt, Z PfundSchmiedeschlacken und Pfund Kälberhaare. An-fänglich werden die Viererle») pulverifirten Ingredien-zien gemischt, worauf die Kalberhaare (statt dieser kannauch Baumwolle genommen werden) gelegt werden,dann wird Del darauf gegossen, und endlich schlagenzwey Mann oder einer diese Masse mit einem eiser-nen Stäbe so lange, bis sie zähe ist. Beym Gebrauchwerden alle Steinsägen mit obigem Cement ausgestri-chen, dann mit gekochtem Del besirichen, und endlichvollends mit der beschriebenen Kitte, die etwa nachacht Tagen vollkommen erhärtet, überstrichen, wozuman sich eines breiten Holzes bedient.
§. 84 .
Es herrscht im Allgemeinen das Vorurtheil, alswenn gegenwärtig die Bereitung des Mörtels nicht sogut als von den Alten geschehe. Wenn aber in Er-wägung gezogen wird, daß die Luft alle Feuchtigkeitaus den Mauern zieht; so ist es gewiß, daß der Mör-tel oon derselben mit der Zeit immer mehr erhärtet.Baumeister, die daher auf die Zubereitung des Mör-tels die gehörige Sorgfalt verwenden, keine schlechten