§. > 04 .
Die dritte und schwierigste Art von Gründungwird bey einem schwebenden Morastboden oder durch«in Gewässer nothwendig. Da wo man des Faschinen-baucs unkundig ist, sind die über einen wässerigen Thon-boden, über Torfmoore und Moraste führenden Stras-sen mit Knüppelholz gegründet, welches in der O.ucreübereinander gelegt wurde. Bekanntlich sinken die ein.zelnen Knüppel oder Rundhölzer in den Morast hin-ein; wenn aber mehrere auf einander gelegt werden,so fährt es sich auf solchen Knüppelwegen so schlecht,daß es kaum zum Aushalten ist, im Trott zu fahren.In sofern sich in einem ungünstigen Morastboden keineSeitengräben anbringen lassen, so muß die Straßen-gründung dergestalt eingerichtet werden, daß sie den ge-sammten Straßenkörper und das die Straßen besah-rende Fuhrwerk trägt. Es kann daher der Bau einersolchen Straße nur nach einiger Zeit, wenn sich dessenverschiedene Lagen vollkommen gesezt haben, vollendetwerden.
In einigen morastigen Gegenden sind Balken- undPfahlroste angelegt, und darauf die Straße gegründetworden. Nach einiger Zeit haben sich aber dergleichenäusserst kostbare Anlagen sehr ungleich gesenkt. Es istdaher eine wahre Ersparniß, wenn man sich bey solchemkocale des Faschinenbaues bedient. Nur muß derselbeNicht aus einzelnen Faschinen, sondern aus Buschlagen,mit Wippen und Pfählen verbunden, aufgeführt wer-den, wie dieß im ersten Bande meiner Wasserbaukunstgelehrt ist.
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