Buch 
Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
Entstehung
Seite
175
JPEG-Download
 

man der Straße die festgesezte Wölbung oder Neigungstets konservirt hat. Ja ich muß ein für allemal be«merken, daß daselbst, wo diese fehlt, der Straßenbauvernachlässigt ist, wenn er auch von Nichtkennern nochso hoch gepriesen würde! r) Was die zu den Futter-mauern zu wählenden Materialien und ihre Verarbei-tung betrift, so muß man dazu, wenn es nur immerthunlich ist, gute Bruchsteine und Werkstücke oder Qua-dern wählen; auch stets die größten Steine dazu aus-suchen. Bey Aufführung dieser Mauern muß im Mauer«verbände gearbeitet und die Decklage darf niemals vonsehr kleinen Steinen gemacht werden. Uebrigens be«diene man sich bey den Arbeiten der Hebezeug?, umKosten zu ersparen. Eine Vorschrift, deren ich nichterwähnt hätte, wenn man nicht täglich auf den Tau-stellen gewahr würde, daß es an einer ökonomischenLeitung noch gar sehr gebricht. Solche Straßen-Fut«termauern müssen, so viel als thunlich, und wenn dieSteine nicht schlecht sind, aus trockenem Mauerwcrkeverfertigt werden, weil der Mörtel von der an dieMauer schlagenden Näße leidet und öfters vom Frostezermalmt wrrd; vorzüglich aber, weil er kostbar istund die Erfahrung lehrt, daß trockene Mauern, diezuweilen mit Moos ausgefüllt werden, dauerhaft sind.Jedesmal läßt sich jedoch diese Vorschrift nicht befol-gen, zumahl, wenn die Sterne, deren man sich zu be-dienen genöthigt ist, klein sind und überdieß sehr un-förmige Gestalten haben oder rund sind, d. i. sich nichtzu regelmäßigen Lagen schicken. Unter diesen Umstän-den muß man sich also des Mörtels bep Aufführung