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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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184
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Welcher die Dauer und Festigkeit des Fahrweges we-sentlich abhängt/ muß so lange, als das Deckmaterialnoch nicht zusammen gefahren ist, kein anderes als dasObige verwendet werden, weil eines Theils mit frischemMaterials die Bindung nicht so gut erfolgen kann unddie Konvexität der Straße durch Ausschüttung deffel-ben verloren gehen würde. Da die Straßenmitke nurvon dem Zugviehs und wenig vom Fuhrwerke leidet,folglich nicht in dem Maaße, als die Geleisestcllen, ab«genuzt wird, mithin auch nicht im gleichen Verhält«Nisse beschüttet werden könnte, auch das frische eckigeMaterial dem Zugviehs nicht vortheilhaft ist, so mußihre Ausschüttung bey ganz neuen Straßen, so vielals thunlich ist, vermieden und das bereits verfahreneMaterial zur anfänglichen Ausfüllung der Löcher ver«wendet werden, lleberhaupt kann nicht oft genug inErinn-rung gebracht werden, daß von der Einräumungoder Ausfüllung der Geleise und von der Auslassungdes Wassers aus denselben die gute Beschaffenheit derStraßen wesentlich abhängt.

H- "7.

Damit eine neue Chaussee gleichförmig zusam«mengefahren werden möge, mithin die möglichst größteFestigkeit erhalten werde, so ist gleich nach ihrer Vollen-dung die Einrichtung zu treffen, daß nicht mehrere Fuhr-werke hintereinander ein und dasselbe Geleise befahren.Durch diese Veranstaltung wird natürlich der Steinkörper,so viel als möglich, gleichförmig auf mehrere Stellen zu-sammengedrückt und dessen Festigkeit vermehrt. Es