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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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bestehenden Straße eine solche eingestürzte Stützmauerwieder aufgebauet wird. Diesen Fall wähle ich auchdeßwegen, um zugleich die Methode zu zeigen, wie mansich beym Abstürzen des unterhalb der Straße liegen-den Steingerölles oder der Berglehnen, welches denAbsturz der Straße selbst zur Folge hat, helfen; dieStützmauern an den schroffsten Felsen aufführen unddie Straßen selbst schleunig wieder herstellen könne,und ich bemerke noch, daß sich dieser zu beschreiben,den Methode in Praxis mit dem besten Erfolge be-dient worden ist.

H. »4t.

Ich nehme nun den Fall an: daß eine an derFelsenwand u b, l'ud. II. kiZ. 17. gestandene Stütz.Mauer eingestürzt sey. Das erste, was also geschehenmuß, ist die Einrichtung einer hölzernen Nothbrücke,welche über ein aus Schragstützen bestehendes Holz.gelüste zusammen gesezt wirb. Dann werden die Ar.heiter mittelst Hebezeugs und Seile in den Abgrund ckherabgelassen. Jetzt lassen die oben auf der Brückeoder auf den noch stehenden Straßenenden a und bbefindlichen Arbeiter die geschifteten Hängeseilen 5 e,welche nach und nach zur Tragung des Arbeitgerüstes,so wie des Schußgerinnes 6 c: dienen, herunter. Aufdiesem leztern läßt man die kleinen Rollwagen, welcheMit Mörtel und Steinen gefüllte Kasten (beym Berg«baue Hund genannt) tragen, herab gleiten. Der leereSteinwagen, in welchen sich des Abends die Arbeitersetzen, wird mittelst einer durch Seile an Bäume