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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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249
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ment und die Art, wie es organisirt und unterstüztist, spricht eine jede civilisirte Regierung sich aus!Daher sehen wir auch den Kaiser Napoleon aufdasselbe den Zehnttheil der Staatseinkünfte verwenden,die Anlagen neuer Bauwerke mit einem grossen Enthu-siasmus in den französischen Blattern ankündigen, undfinden die beim Wasser-, Brücken- und StraßenbauAngestellten geehrt und belohnt, ja besser noch alsmanche bey andern Branchen Angestellten besoldet, unddas Departement gut organisirt! „Ueberall," sagt derMinister Champagny, da er noch als Minister deSInnern diesem Departement vorstand, in seiner berühm-ten Rede, „sieht man neue Kanäle, neue Landstrassen,neue Städte, neue Häfen und neue Brücken anlegen."Bey jeder Uebersicht, den die französischen Ministervon dem Zustande und den Verbesserungen des Rei-ches geben, spielen die Wasser-, Brücken, und Stras-senbauten eine vorzügliche Rolle, so wirkt mächtig ihrNutzen bey einem Gouvernement, das seine Machtkennt, seine kraftvolle Jugend fühlt,, und für das Nütz-liche und den Ruhm arbeitet!

Ich hoffe nun, meine Leser überzeugt zu haben,daß ein zweckmässig verfaßter und zur rechten Zeitbewilligter Dauetat, zur ökonomischen Ausführung un-bedingt nothwendig sey: Baubeamte, die daher ihr Fachlieben, und nicht wie Maschinen dienen, werden den-selben zur vorgeschriebenen Zeit einbefördern. Siefinden übrigens in dem Folgenden darüber die genauestenVorschriften, die ich im Königreich Baiern eingeführt