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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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308
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st, weit das Fahrbctt gehet, nicht gepflastertseyn. Eben so wenig sollen einzelne eine halbeFaust und größer seyende Steine oder glatteFelsen darauf angetroffen werden, weil die ein-zelnen Steine dem Fuhrwerke Stöße, nnd die Fel.scn sowohl als die Pflaster das Eindringen derHufe, folglich die möglichste Kraftanwendung desZugviehes hindern. Zur Bekiesung der Bergchaus.seen soll demnach das feinste Material gewähltwerden, welches auch bey Regengüssen besser lie-gen bleibt, und von dem Radschuh eher festge-drückt, als herunter gerissen wird.

;) Werden Berge locker, oder entstehen Bergfalle, somuß der Wegcmcjsicr auf Bepflanzungen, Thal-sperren und Verhauen bey Zeiten antragen, dieletzter» auch ohne Wetters bewerkstelligen lassen,da sie von grossem Nutzen sind. Vorzüglichmuß auch auf die zweckmässige Ableitung des Was-sers von Gcbirgschausseen gesehen werden, wel-che überall beym Chausscenbau nicht vernachläs-siget werden darf, weil die Chausseen so trocken,als möglich zu halten sind.

6) Der Bauingenieur oder Wegemeister soll so vielmöglich in der Mitte seines Straßcnbczirkswohnen, und die Aahlungsberechnungcn der Hülfs-arbeitcr, so wie die Fuhren, kurz alle Nach.Weisungen von Ausgaben, welche auf dessen Di-strikt vorfallen, führen. Da, wo mehrere Ar-beiter beschäftiget sind, hat er sich selbst einzufin-