— 2^2 —
Dritter Abschnitt.
Von der Verwendung des Militärs zum Brücken, und Weg,bau in Friedensjeiken.
H. 185-
Ein Umstand ganz eigener Art, welcher in vielen Län-dern eintritt, und der eine mitwirkende Ursache ist,daß die Straßenbauarbeiten, selbst bey vollen Kassendes Straßenbaufonds, nicht zur gehörigen Zeit voll-zogen werden, liegt darin, daß es an Arbeitern fehlt.
In den meisten Landern hat nämlich der Acker,bau und die Industrie aller Art dergestalt zugenommen,und es werden so große stehende Heere gehalten, daßes bey den öffentlichen Arbeiten, wobey man aus ganzunrecht verstandener Oekonomie die Tagewerker ge-wöhnlich schlecht bezahlt, an der hinlänglichen Anzahltüchtiger Arbeiter fehlt. Cs ist daher ein Dedürf.niß, das Mtluär bey solchen Werken zu verwert-den.
Mehrere der kriegerischen Nationen sind unshierin vorangegangen. Unter allen Völkern habenbesonders die Llömer gerade in der Zeit als sie dieWelt beherrschten, groß? Werke mit ihren Soldatenaufführen lassen, und nicht selten, um, wie Tacitussann. libr. II. c. 7.) sagt: „die Armee vor demMüßiggänge zu bewahren." Wie manche große und