Wiewohl der aus der Verwendung des Militärsjum Straßenbau entspringende Vortheil nicht geläug.net werden kann, so hängt derselbe doch für den Straf-senbaufond größtenthcils von der Methode ab, nachwelcher die Militärarbeiter angestellt, und unter Auf-sicht gehalten werden. Sie müssen nämlich nicht intu klein zerstreuten Trupps arbeiten, zweitens muß ih,nen die Arbeit so viel als möglich in Akkord gegebenWerden. Ueberhaupt wird der Bau sehr befördert,wenn er Kvmpagnieen- und Bataillonsweise betriebenwird.
Ungeachtet aller dieser aus der Verwendung desMilitärs zu öffentlichen Arbeiten entspringenden Vor-theile giebt es dennoch einige Geschäftsmänner, die da-gegen sind. Ich will und kann ihre Beweggründenicht enthüllen, so viel ist aber gewiß, daß ein Baufüh-rer, welcher sich ohne hinreichende und überzeugendeGründe gegen die Verwendung des Militärs erklärenwird, den Verdacht auf sich ziehen müßte, als wollteer nur deßwegen nicht vom Militär arbeiten lassen, weildie Mannschaft richtig gezählt ist.
In einigen Staaten könnte das Sappeurkorpsmit grossem Vortheil beym Chaussee- und Straßenbauverwendet werden. Die Art und Weise, wie dieß zubewerkstelligen ist, hängt jedoch von den örtlichen Der-hältnissen ab.