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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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372
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xgr Ksstner.) Hiezu kam noch, daß auch die Unter.Haltung der Chausseen in Entreprise gegeben wurde,die dann immer mehr in Verfall geriethen. Endlichwurden die Wegegelder aufgehoben, und eine Auflageauf das Salz gelegt, welche zum Chausscenbau verwen.det werden sollte, und als auch hiemit wenig ausge.richtet werden konnte, führte man im verflossenen Jahrdie brcitfclgigten Räder ein und bewilligte zum Straßen-bau jährlich nahe an vierzig Millionen O1vre8, theilsaus den öffentlichen Fonds und theils aus den Steuern.Die innern Kommunicationswege (cUemins vicinaux)werden aber noch gegenwärtig von den Gemeinden inder Konkurrenz (pur prestadions en nutnre) ge»macht und unterhalten.

Das Beyspiel Frankreichs nämlich die 6orvee8wurden in mehrern Landern nachgeahmt, aber von KarlVI. mit einer Verbesserung in Ausübung gebracht. Dasgemeine Volk mußte nicht allein die Materialien un-entgeldlich anfahren, sondern auch arbeiten; die Stau.de aber alle baaren Auslagen bestreiten, welche aufdas Grundeigenthum gelegt und mit den Steuern erho.ben wurden. Diesem Monarchen haben unter andernTyrol, Steyermark, Oestreich und Körnten ihre Chaus.seen zu verdanken. In Gallizien ließ der Kaiser Jo.seph und dessen Nachfolger sechs hundert StundenChausseen durch umentgeldliche Naturalkonkurrcnz (pol.nisch llodovr) anlegten und die Brücken aus der Staats,kasse bezahlen. Eb>en so wurden die Chausseen in Mah-ren, Böhmen , Baieirn, der Obcrpfalz, im Neuburgischen,