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werden. Abgesehen nun, daß die bloße Verminderungder Fracht keinen sehr bedeutenden Einfluß üben kann,so wäre auch eine solche Veränderung geradezu wohl-thätig, denn es giebt mehr Leute, die Brod essen, alssolche, die Getreide verkaufen; und niedrigere Preisemüssen durch die Steigerung des Verkehrs, der Erwerbs-thätigkeit und der Bevölkerung auf den Ackerbau selbstwieder vortheilhaft zurückwirken. Je wohlfeiler dieLcbens-mittel, um so niedriger ist auch der Preis der industriellenErzeugnisse, welche der Ackerbauer kaufen muß. Endlichhaben auch die Verhältnisse der Jahre 1846 und 1847,die noch in frischem Andenken sind, überzeugend darge-than, wie bei geringen Entfernungen große Unterschiededes Preises nur wegen mangelhaften Verbindungsmittelnbestehen können, und wie überhaupt nur die Vervoll-kommnung des Transports möglich macht, die Noth desMißwachses und der Theurung durch schnelle Zufuhrvon fremdem Getreide zu mildern-
II
Die Möglichkeit der Herstellung von Eisenbahnenin der Schweiz , mittelst der freien Konkurrenzvon Privatgesellschaften, ohne Unterstützungvon Seite des Staates.
Die Frage, ob die Eisenbahnen ganz der freien Kon-kurrenz von Privatgesellschaften überlassen bleiben können,und ob der Staat durch ein gutes Erpropriationsgesetzund etwa noch durch Voruntersuchungen und Zollbegün-stigungen zur Ermöglichung und Beförderung des neuenVerkehrsmittels hinlänglich beitrage, kann nicht nach ir-
') Wir erinnern bei diesem Anlasse au die Abschaffung der Zölleauf fremdem Getreide in England.