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Bericht der vom Schweizerischen Bundesrathe einberufenen Herren Rathsherr Geigy von Basel und Ingenieur Ziegler von Winterthur über die Ausführung eines Schweizerischen Eisenbahnnetzes in finanzieller Beziehung
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mit Konstanz und Schaffhausen vermitteln kann. Würdees doch noch einen Gewinn an Geld unv Zeit bringen,statt des Postwagens zwischen Aarau und Schaffhausen die Eisenbahn über Zürich und Wintcrthur zu benutzen.Während nämlich der Postkurs von Brugg nach Schaff­ hausen 6'/, franz. Fr. kostet unv wenigstens 6 StundenZeit dauert, könnte die Eisenbahn dieselbe Verbindungüber Zürich und Wintcrthur in 3 Stunden Zeit undum ungefähr 5'/, franz. Fr. in der zweiten Wagenklasseherstellen.

Eben so wenig kann die Vermehrung des Verkcbrs,welche auf einer Bahn wirklich statt gefunden, für eineandere geradezu maßgebend sein. Die besondern Verhältnissc üben gewöhnlich einen überwiegenden Einflußaus. Zn Belgien z. B- ist in den ersten Jahren desEisenbahnbetriebs der bestehende Waarcntransport umdie Hälfte vermehrt worden, weil sich ein Theil des holländischen und französischen Transits dem Hafen vonAntwerpen zugewendet hatte. Dieselbe Vermehrung dürsteman aber von vorneherein für jede schweizerische Linieschwerlich voraussetzen.

Mit diesen Bemerkungen und Beispielen wollen wirnun aussprechen, daß es wohl über die Berechnung verFrequenz auf projcktirten Linien keine allgemeine Ziegelgebe, sondern daß jeder einzelne Fall nach den besonderenVerhältnissen der Richtung, der Bevölkerung und desVerkehrs zu beurtheilen sei.

Indem wir nun diese Untersuchung bei allen Theilendes schweizerischen Eisenbahnnetzes unternehmen, benutzenwir die gesammelten Angaben über die Volksmenge, überdie Zahl der Postreisenden und über die während desMonats Mai beobachtete Bewegung von Waaren undPersonen. (Siehe Beilage Nr. 5.) Diese Angaben,