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Bericht der vom Schweizerischen Bundesrathe einberufenen Herren Rathsherr Geigy von Basel und Ingenieur Ziegler von Winterthur über die Ausführung eines Schweizerischen Eisenbahnnetzes in finanzieller Beziehung
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Wir sehen die 3 «/<> Consolidvs in stetem Wachsen von83 L. St. bis auf den jetzigen Stand von 97 bis 98 L. St.seit der gewaltigen Hudson'schen Katastrophe. Diese hatden Stand der Eisenbahnaktien auf erschreckende Weiseentwcrthet, so daß selbst solche Linien, bei denen Hudsonnicht betheiligt war, wie z. B. die London -Nvrth-Western-Bahn, darum im Kurse sanken, weil ein all-gemeines Mißtrauen gegen die vom Staate nicht kon-trolirten Eisenbahndirektionen sich des Publikums be-mächtigte. Viele Summen gicngen demnach von denEisenbahnaktien in Staatspapiere über und vorzugsweisein solche, welche, wenn auch niedrigen, doch sichern'Zinsgewährten. Als nachher die Eiscnbahnakticn stiegen,so gewannen nur jene außer Hudson's ehemaligem Be-reiche liegenden Linien an höhcrm Werthe"), währenddie Hudson'schen, wie z. B. die Eastern Counties stets-fort gesunken sind ""), ungeachtet sie, bei dem kaumniedriger zu erwartenden Stand der Aktien, mehr ren-tiren, als die 3 "/st Consolidös zu dem ihrigen.

Diese Erscheinungen zeigen, wie das Vertrauen indie Solidität eines Unternehmens großen Einfluß übt,und heut zu Tage mehr als je.

Als von vielen, durch die schon erwähnte Eisenbahn-Calamität bcnachtheiligten Engländern, eine Petitionan's Parlament gebracht ward, flnit dem Ansinnen umBeaufsichtigung der Eisenbahnvcrwaltungen durch den

Die London -North-Western-ShareS fielen nie unter pari, jedochvon 130 auf 109 L. St. und stehen jetzt zwischen 110 und120 L. St.

") Bei 20 L. St. voll bezahltem Kapital per Aktie (Schare) warensie vor der Katastrophe sogar unter pari, obgleich fie 6 jährlichabwarfen. Jetzt stehen fie auf 7 L. St.