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Zweiter Band.
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Neunter Abschnitt.

renleitung eigentlich abführen, kann, so ist es noch dazuzweckmäßig, unterhalb der Thüre in der Brunnenstube eineAbflußröhre anzubringen, welche so hoch gemauert werdenmuß, als das Wasser in der Kammer erhalten werden soll.

Bonden, bei der Anordnung einer Röhrenleitungzu berücksichtigenden, Umständen.

§. .335. Von dem Gefalle des Bodens von der Mün-dung der Einlaßröhre bis zum Orte des Ausgusses hangtdie Möglichkeit einer Röhrenleitung ab; denn wenn diese ineiner Horizontallinie geführt wird, oder wenn die Mündungoder Einlaßröhre mit der Ausgußöffnung in einer Horizon-tallinie liegt, so ist kein Ausfluß des Wassers möglich. Bi-truv nimmt daher auf 100 Fuß Lange 6 Zoll an. Diesscheint aber zu viel zu seyn, weil die Erfahrung lehrt, daßes bei rein gehaltenen Abzugscanalen hinreichend ist, wennder Abzug der Lange betragt. Milizia (s. dessenGrundsätze der bürgerlichen Baukunst; aus demItalienischen von Stieglitz, Leipzig 1824, Th. 2.S. 234) setzt zur Regel fest, auf 100 Klafter 2 Zoll Fallzu geben, wenn der Grund, worüber das Wasser lauft,nicht ungleich und höckrig ist. Gerstenbergk (s. dessentheoretisch-praktischer Unterricht, das Wasserdurch Röhren zu leiten; Jena 1795, Th. 2. Abschn.1. Kap. 3. S. 119) sagt: „daß auf einer Strecke von 100Rheinl. Fuß zum wenigsten i Fuß = 3 Zoll Abwäge er-forderlich ist." Um aber eine schnell auf einander folgendeErgießung zu bewirken, muß das Gefalle bei einer Röh-renleitung wenigstens so viel betragen, daß die Röhren be-ständig voll unterhalten werden können, es mag nun derenGefalle die Leitung haben, oder durch die Druckhöhe, d. h.durch den lothrechten Abstand des Wasserspiegels im Behäl-ter vom Mittelpunkte der Ausflußöffnung der Röhrenleitungbewirkt werden. Sollte das Terrain kein hinreichendes Ge-falle haben, um eine Druckhöhe zur Erzeugung der erfor-derlichen Geschwindigkeit des Wassers in einer Röhrenleitung

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