Zusätze zum physiographischen Schema.
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Varietäten in Verbindung- mit der Gesammtlieit des Mineralreiches stellen,welches den festen Tlieil unseres Planeten, so wie dessen flüssige undluftigeHülle bildet; diese Angaben erfordern zu ihrem Verständnisse einigekurze Andeutungen der allgemeinssten Verhältnisse des Baues der Erdrinde.
Man unterscheidet im starren Theile unserer Erde, welchen wir alsfestes Land und Inseln kennen, und welcher ganz aus Mineralien besteht,die festen Massen , welche in ihrem eigenthümlichen Structurverbande,dessen Betrachtung ganz der Geognosie anheimfällt, die ursprünglicheLa gerstätte der Mineralien bilden, dann die lockere Bedeckung der-selben, welche sich aus ihrer Zerstörung gebildet hat, daher aus Trüm-mern bestellt, welche aus ihrer ursprünglichen Lagerstätte losgerissenund mit dem Verluste ihres Verbandes und ursprünglichen Ortes auch sehrhäutig ihre ursprüngliche Gestalt verloren haben ; man nennt ihre Anhäu-fungen die secundären Lagerstätten der Mineralien. Die ur-sprüngliche Lagerstätte besteht aus Felsmassen, welche durch ihre Ver-bindung Gebirgsmassen bilden. Solche Massen bestehen entweder ganzoder vorherrschend aus Individuen einer Mineralspecies, sind daher inBeziehung auf diese zusammengesetzte Massen, oder sie sind Gemengevon Individuen von mehr als einer Species. Man nennt diese Massen dieallgemeine Lagerstätte der Mineralien und sagt von denen, welchesich zerstreut in ihnen linden; ohne dass sie zu den wesentlichen Theilenihrer Zusammensetzung gehören, dass sie auf der allgemeinen LagerstätteVorkommen, indem man zugleich die Massen selbst, in denen sich Kri-stalle, nachahmende Gestalten und regellos gestaltete einfache oder zu-sammengesetzte Varietäten einer Species finden, näher bezeichnet. ImBaue der Gebirgsmassen seihst werden wieder zwei Verhältnisse unter-schieden; sie zeigen sich nämlich entweder zusammengesetzt aus Fels-massen, welche in ihrer Ausdehnung nach Länge und Breite hei verhält-nissmässig sehr geringer Dicke parallel über einander gelagert oder ge-schichtet sind; man sagt von solchen, dass sie eine Parallelstructur be-sitzen und oft ist mit dieser zugleich die Schieferstructur verbunden, inwelchem Falle sie dann im allgemeinen mit dem Ausdrucke Schiefer-gehirge bezeichnet werden. Massen von dieser Structur entsprechender sclialigen Zusammensetzung der Mineralien im Grossen.
Massen, welche keine Parallelstructur besitzen sind grösstentheilsaus unförmlichen oft sehr grossen Blöcken zusammengesetzt, so dass ihreStructur die körnige Zusammensetzung im Grossen darstellt, nur sinddie blockförmigen Zusammensetzungsstiicke nicht Individuen, wie diekörnigen Zusammensetzungsstücke einer Mineralmasse. Neben dieserblockförmigen Structur findet sich auch noch, wiewohl seltener undnie in so grosser Ausdehnung die säulenförmige Structur, welche derstängligen Zusammensetzung einer Mineralmasse zu vergleichen ist, mirdass die Säulen ebenfalls nicht Mineralindividuen sind. Mit der block-förmigen Structur hängt ferner noch die plattenförmige zusammen, doch