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Lehrbuch der Mineralogie mit naturhistorischer Grundlage / von F. X. M. Zippe
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Zusätze zum physiographischen Schema.

genügt es, die plattenförmigen Feismassen als plattgedrückte Blöcke zubezeichnen, welche zwei einander nahezu parallele Zusammensetzungs-tlächen haben, mit welchen sie in wechselseitiger Berührung stellenweisein Gebirgsniassen verbreitet sind.

Von der allgemeinen Lagerstätte, d. i. von den Gebirgsniassen mitden hier kurz angedenteten Striieturverhültnissen und ihren wesentlichenund ausserwesentlichen Zusammeusetzungs- oder Gemengtheilen werdendie besonderen Lagerstätten unterschieden: sie bilden den Maupt-sitz für die Mehrzahl von Mineralien. Fs sind dieses besondere Bäume inden allemeinen Lagerstätten, welche entweder hohl und deren Wändedann mit Krystallcn und naebahmenden Gestalten besetzt sind, welcheentweder denselben Mineralspeeies angeboren, aus denen die allgemeineLagerstätte; besteht , oder welche, was baldiger der Fall ist, mit solchenfremden Mineralien ganz ausgefüllt sind. Diese Bäume haben t hei Ls einegrössere Ausdehnung nach Länge und Breite, als nach der Dicke, oder siesind nach allen Bicbtungen ziemlich gleichförmig ausgedehnt und oft mehroder weniger rundlich.

Wenn sich mit fremden Mineralien erfüllte Bäume parallel mit denMassen von Farallelstructur und zwischen denselben verbreiten, so nenntman sie Lager- oder Lagermassen; ist dieses nicht der Fall, durch-sclmeiden sie die Farallelstructur der Gebirgsniassen, oder finden sie sichin Massen von anderen Striieturverhültnissen, so nennt man sie Spaltenoder KI ii ft e, wenn sie sich nicht weit erstrecken, insbesondere aber G ä n g e,wenn sie eine bedeutende Ausdehnung nach Länge und Breite haben; diesesind vorzüglich der Sitz metallischer Mineralien. Man kennt Gänge von mei-lenweiter Erstreckung, Klüfte erstrecken sich oft nur einige Zolle weit, zwi-schen beiden Extremen kommen eine Menge Verschiedenheiten vor.

Hohle Bäume, nach allen Dimensionen ziemlich gleichförmig ausge-gedehnt, heissen Driiscnriiiime, wenn sie mit Krystallen der Speciesbesetzt sind, aus denen die Gebirgsmasse besteht; haben sie einen ge-ringen Umfang, so nennt man sie Nester. Sind dergleichen Bäume mitfremden Mineralien ausgefüllt, so nennt man sie hei grossem UmfangeStöcke, bei kleinerem Putzen. Sind die Bäume rundlich und mitfremden Mineralien besetzt oder ausgefüllt, so nennt man sie Blasen-räume; sie sind für manche Gebirgsniassen charakteristisch und mancheMineralien kennt man fast bloss nach ihrem Vorkommen in Blasenräumen.

Ein weiterer Zusatz, oft mit dem zweiten vereinigt, ist die Angabeder Verbreitung und einiger Fundorte.

Das Letzte, was in den Zusätzen noch angeführt wird, ist die Ver-wendbarkeit einer Mineralspeeies zu technischen oder anderen Zwecken.Obwohl die im zweiten und in einigen Fällen im dritten Zusatze enthalte-nen Notizen zur Kenntniss der Mineralien nichts beitragen, so sind sie dochin anderen Beziehungen von Wichtigkeit und stehen mit den Zwecken derMineralogie in einer Verbindung, durch welche das Studium derselben anInteresse gewinnt.

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