Buch 
Ausführliche Nachweisung über den Eisenbahnbau im Grossherzogthum Baden nach dem Stand am 1. Januar 1844 / hrsg. von den Beamten der Grossh. Oberdirection des Wasser- und Strassenbaues
Entstehung
Seite
16
JPEG-Download
 

16

v. Abtheilung zwischen Freiburg und der obern Grenze des Landes.

Länge 12,91 Stunden.

Horizontal. 8600" — 5,80 Stunden.

0

bis incl.

0,15°/,^«-- 2250

---- 1,52

0,15

0,2

°/°^« --- "30

— 0,76

0,2

0,3

°/°A^ --- 3930

----2,65

0,3

0,4

7o -- 1760

— 1,19

0,4

0,5

°/«2Uo -- 1460

--0,99

,/

12,91 Stunden.

Von Freiburg abgehend beträgt das Gesäll zusammen 173 Fuß,

das Steigen von den niedersten Punkten dagegen . 119 „

Differenz Gefäll 54 Fuß.

L. Abtheilung Seitenbahn von Appenweicr nach Kehl .

Länge 3 Stunden.

Horizontal. 1383° --- 0,93 Stunden.

von 0 bis incl. 0,2 — 2340 — 1,58 „

„ 9,2 „ „ 0,3 -- 740 --0,50 „

3,01 Stunden.

Von Appenweier ausgehend Steigen .... 8 Fuß.

Fallen in den einzelnen Abtheilungen .... 34 „

Differenz Fallen 26 Fuß.

Die Curven der Bahn (siehe Beil. Nr. III.), wo diese nothwendig wurden, erhielten überall solche Halb-messer, daß dem Betriebe dadurch in keiner Weise irgend ein Nachtheil erwachsen kann, denn es betragen dieseHalbmesser zwischen 12000 bis im Minimum 3000 Fuß, mit Ausnahme einiger Curven, welche den Eintrittin die Stationen vermitteln, deren Radius bis auf 600 Fuß an einer Stelle reducirt werden mußte, aber untersolchen Verhältnissen auch füglich reducirt werden konnte.

Eine weitere Ausnahme findet auf der Strecke längs dem Gebirge zwischen Schliengen und Efringen statt,woselbst einigen Curven nur Radien von 1200 Fuß gegeben werden konnten, und zwar auf Strecken, welchenicht zunächst an Stationen liegen. Allein auch diese übrigens kurzen Curven werden bei richtiger Anlage undeiniger Mäßigung der Geschwindigkeit beim Befahren dieser Bahnstrecken um so weniger Etwas zu besorgengeben, als die Bahn hier gerade dieses Umstands willen gänzlich horizontal gehalten wurde.

Die absoluten Höhen sämmtlicher Stationen sind in Beilage Nr. IV. zusammengestellt.

Daß dieWahl der Zugsrichtung derEisenbahn zwischen Mannheim und der südlichen Landesgrenze auch instaatswirthschastlicher und finanzieller Beziehung im Allgemeinen richtig getroffen wurde, geht schon daraus her-vor, daß, wie aus Beilage Nr. II. ersichtlich, in einer Entfernung von zwei Stunden zu beiden Seiten derBahnlinie 463 Orte liegen, welche zusammen 549,399 Einwohner, somit beinahe die Hälfte der ganzen Be-völkerung des Großherzogthums in sich fassen.