Von der Kenntniß deS Getreides. 5
tcn nimmt und wieget, so wird man durchdie verschiedene Schwere gleich bemerken, welcheam besten ist. Durch mehrere Versuche kann manes barii, zu einer ziemlichen Fertigkeit bringen, sodaß man nach und nach das Mehr oder Wenigerziemlich genau wird bestimmen lernen. Bester istes aber, wenn man eine sogenannte verjüngte Korn-waage sich anschaft, welche man am besten beidem geschickten MechanicuS, HerrnWcickert, inieipzig bekommt; vermittelst derselben kann mandie Schwere der Getreidearren sehr gut untersuchen,und nach dem eingelegten Gewichte die Rechnunggleich auf den Scheffel machen. Das zweite Kenn-zeichen eines guten Rockens, so wie auch des Wei-zens, ist: man lege einige Körner Rocken oderWeizen in Master, oder feuchte sie nur etwas an,lasse sie einige Stunden liegen, daß sie aufquel-len, schneide sie in der Mitte von einander, undbesehe entweder mit bloßen Augen o/>er ver-mittelst einer Handloupe hie Mchlfiächc, findetman, daß die Schale sehr dünne ist, und sich aneinigen Orten abgelöset hat, so ist dies ein siche-res Zeichen, daß die Körner ein reichliches Mehlheben; ist die Mchlfiächc wie lockre Schneeflockenbeschaffen, und hat glänzende Pünktchen, so giebtkm solches Korn (oder Weizen) ein schönes wei-ßes Mehl. Bemerkt man aber an dem Korne