Band 
[Sechster Theil. - Siebenter Theil.]
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6 Von der Kenntniß des Getreides.

eine dicke Schale und flehet die Mehlfläche et-was bläulich aus; so hat man nicht allein we-nig, sondern auch kein weißes Mehl zu erwar-ten. Das dritte Kennzeichen des guten Rockens, endlich noch dieses: wenn die Körner auf demHaufen liegen oder wenn man eine Handvoll da-von nimmt und sie gegen das Licht hält, und sieetwas inö grünliche fallen mit Heller glänzenderFläche vermischt, so ist dies auch ein gutes Zei-chen von mehlreichem Getreide und weißem Mehle.Im Gegentheil aber, wenn die Körner ins Schwar-ze fallen, und keine helle lichte Farbe spielen, sokann man sicher schließen, baß man wenig und auchkein weißes Mehl erhält, welches, wen» es nureinigermaßen warm gemahlen wird, ein röthlicheSund braunes Mehl und im Backen ein schwarzes,trocknes und schlissiges Brod giebt, das schwer zuverdauen.

§. Z-

Was nun die Beschaffenheit des Weizens inseinen kleinern Theilen anbetrift, so zeigen uns dieVergrößrungsgläser, daß, wenn man ein Kornvon cinandcb schneidet, die Mehlfläche ebenfalls wieSchneeflocken aussichet, die mit hellen Pünktchenübersäet ist. Diese Pünktchen sind nun ebenfallskleine Bläschen, in welchen, wie bei dem Rocken,