Band 
[Sechster Theil. - Siebenter Theil.]
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Von der Kenntm'k des Getreides. 9

führet dem Keime die Nahrungssäfte zu; man"kennet sogar den Keim noch in den Kleien, vor-züglich bei den schon ausgetretenen Stärkenschalenam besten. Hieraus erhellet nun, daß der Keimbeim Mahlen des Getreides dem Mühlsteine dengrößten Widerstand leistet, wovon im folgendenmehr gesagt werden soll..

Die Kennzeichen eines guten Weizens sindverschiedener Art, je nachdem der Boden beschaf-fen ist. Die hier in unsern Gegenden bekanntenKennzeichen desselben ßnd folgende:

r.) Wenn der Weizen eine seiner Art,ange-messene hinlängliche Schwere hat, welches mandurch die, i.ll §. 2. erwähnte Getreide-Waageam besten erforschen kann.,

2.) Wenn man verschiedene Körner mit ei-nem Messer gurr durchschneidet, und findet, daßdie Schale allenthalben an dem Mehlkörpcr an-lieget, und eine gleiche Weiße sich zeiget, so daßnicht etwa blaue oder hornartige Flecke sich darun-ter befinden.

3«) Ihn dem Aeußerlichen nach zu beurthei-len giebt zwar kein zuverlässiges und ganz rich-tiges Kennzeichen, doch aber hat man folgendesbeobachtet, und zwar: a) Wenn der braune Wei-zen