22 Von der Kenntniß der Mühlsteine.
Steine von grauer Farbe giebt. Ferner muß manbeim Einkauf rieser Steine auch darauf sehen, daßman solche wählt, die ein offnes Werk führen,denn ist dieses nicht, so ist es eine böse Sache,indem diese Steine sich sogleich glatt mahlen, undman dann nicht im Stande ist, etwas weiter da,mit zu machen, welches bei jedem sachverständi-gen Müller als bekannt vorausgesetzt wird. Esist übrigens ein Unterschied unter diesen Mühlstei-nen ni Rücksicht des Brechens, das heißt, wiesie im Bruche bearbeitet worden. Man unter,scheidet sie nämlich in Bank- und Queerstückc. EinBanksiück ist das, wenn der Stein nach seinerKonstruktion so bearbeitet wird, wie er aus derSchicht gebrochen worden, so daß die runde Flä-che lothrecht, und die Mahlfläche horizontal stehet.Ein Quecrstück aber ist es, wenn der Stein ausdem Bruche so bearbeitet wird, daß das, wasvorher horizontal war, jetzt die entgegengesetzteRichtung erhält, so daß nun die cylindrische Flä-che zur Mahlflächc wird, und folglich horizontalstehet, und die Banklage nun die cylindrische Flä-che machet. Ein solcher Stein nun, der zu einemQuecrstück gearbeitet wird, ist zum Mahlen weitbesser, als ein Bankstück, weil der Stein nunaus die hohe Seite zu stehen kommet, und folg-lich mehrere Angriffs-Punkte, das Getreide zu zer-rn al-