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Masse für den Druck nimmt man auf i Theildes feinsten Indigo, anderthalb Theile reirncn Eisenvitriol. Beide reibt man aufdas genaueste zusammen, so daß daraus einezähe Flüssigkeit entsteht. Der Zusatz von Gummiist nicht nöthig, und man hat, wenn alles gutaufgetrocknet wird, kein Ausfliesen zu befürch-ten. Man macht die Farbe dunkler wenn manetwas Eisenbeitzc zusetzt, und erhalt durch denZusatz von Gummi eine schwächere Nüanze.Ehe man die gedruckten Zeuge in die Küpenbringt, laßt man sie erst zwei Tage lang liegen.
§- 401.
Jetzt bringt man die Zeuge in das ersteBad. Hierzu gebraucht man eine Küpe von4 Fuß z Zoll Weite, und 6*/z Fuß Höhe.Auf solche werden 250 Pfund Kalk gerechnet.Dieser wird in einem andern Fasse abgelöscht,und darinne recht herumgearbcitet. Dann läßtman das Grobe setzen, und zieht die Kalkmilchab, und gießt sie in die Küpe. Alle zwei Tage,während man arbeitet, gießt man das Wasservon zo Pfunden Kalk hinzu um die Küpe im-mer frisch zu -erhalten. Man rührt die Kalk-küpe mit einem Stocke wohl um, ohne denBoden zu berühren, und läßt den Nahmen mitden bedruckten Zeugen hinein, und schüttelt ihnvon Zeit zu Zeit, damit die Flüssigkeit in Un-ruhe bleibe. So laßt man alles eine Viertel-stunde lang, nachher nimmt man den Rahmenheraus, und läßt ihn 5 bis 6 Minuten langaustropfen, und bringt ihn in das zweiteBad.