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3 (1816) Bleichkunst, Blau- und Schwarzfärberei, und Blau- und Schwarzdruck / von ... Johann Bartholomae Trommsdorff
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264
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Potaschenküpe ist. Diese Küpe hat 4 FußZ Zoll Weite, und 6^2 Fuß Höhe nöthig.Zu ihr löset man 42a Pfund Po lasche auf.Hierauf werden noch. in einem besondern Gersäße 200 Pfund Kalk gelöscht, der dann mitder Porasche in Berührung gebracht wird. Indieser Potaschenküpe läßt man den Nahmen,und schüttelt ihn 5 Minuten lang um, undläßt ihn hernach noch 20 Minuten darinne.Will man die Farbe fließen lassen um zweierleiBlau zu erhalten, so laßt man den Rahmeneine halbe Stunde lang darinne.

§. 425 -

Aus der Potaschenküpe bringt man nun dieZeuge ins vierte Bad, oder in die Sauenküpe, welche aus 1 Theil Vitriolöhl und62 bis 82 Theile Wasser besteht. Hier rüt«tclt man sie beständig. Man taucht sie dannin ein zweites Saucrbad, nm das Weiße zuvervollkommenen, bringt sie hernach in fließendesWasser, und trocknet sie im Schallen.

§. 426.

Man sieht leicht ein, daß diese ganze Merthode auf denselben Grundsätzen beruhet, wiedie vorige (§. ZY9) und im Wesentlichen auchnicht davon verschieden ist. In Ansehungdes Drucks bemerkt Favier noch, daß dieDruckfarbe aus Indigo und Eisenvitriol erstden Abend zuvor bereitet werden müsse, ehesie aufgedruckt werden soll, damit sie nicht aus»trockne, wodurch sonst der Druck sehr ungleich