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dem nur einen Zwischenkörper, die Beize, auf der Faser be-festigen, welche Beize erst mit einem zweiten ihr dargebotenenKörper die Farbe bei der Operation des „Ausfärbens“ entwickelt;so färbt z. B. Alizarin an sich keine Faser; fixirt man aber aufletzterer Thonerde oder Eisen-, oder Chromoxyd und behandeltdie so imprägnirte Baumwolle auf geeignete Weise, so bildetsich je nach der Art und Concentration des angewendetenMetalloxydcs nach und nach unter Abschwächung des Alizarin-Färbebades ein rosa gefärbter oder rother, violetter, schwarzeroder brauner Farblack.
Eine besonders für den Zeugdruck sehr wichtige Modificationder Färberei ist die Anwendung des Dämpfens zur Befestigungder Farben; es wird diese Operation, wie wir in Band I aus-führten, schon beim Albumindruck angewendet, wo durch dasDämpfen einfach die Coagulirung des Albumins bezweckt wird,aber wir haben auch gesehen (Band I, p. 102 u. ff.), dass inFolge Einwirkung von Wasserdampf auf zwei oder mehrere,gleichzeitig in Lösung auf die Faser gebrachte Körper eine Um-setzung eintreten kann, wobei auf der Faser selbst eine gefärbteVerbindung in unlöslichem und daher widerstandsfähigem Zu-stande entsteht; ja dass man sogar einen unlöslichen gefärbtenKörper mit einem löslichen gemengt auf die Faser bringen kann,dessen Basis eine grössere Verwandtschaft zur Säure des unlös-lichen Körpers hat und dass in Folge Einwirkung des Wasser-dampfes dann eine Umsetzung stattfindet, wie wir dies p. 106Band I, bei Henri Schmid’s Chromgelb und Chromorange ge-sehen haben.
Auf ähnliche Weise werden aber auch Anilin- und ähnlicheFarben auf dem Gewebe befestigt; ebenso werden eine grosseMenge der durch Vereinigung einer Beize mit einem Chromogenentstehenden Farben neuerdings auf diesem Wege hervor-gebracht, wobei freilich das Chromogen in ziemlich reinem undconcentrirtem Zustande vorhanden sein und bei der Temperaturund durch die Feuchtigkeit des Dämpfens löslich werden muss.Statt z. B. Cattun mit einer Thonerde oder Eisenbeize zu be-drucken und dann im Krappbade auszufärben, wird das Ver-fahren ungemein viel einfacher, wenn man zugleich mit der Beizeschon die hinreichende Menge Krappextract oder künstlichesAlizarin aufdruckt und dann durch Dämpfen die Bildung desFarblaclces auf der Faser hervorruft. Man kann auf diesem Wegenicht nur wie früher auf einmal alle Alizarin- und Burpurin-lacke, sondern auch eine beliebige Anzahl anderer Farben zugleicher Zeit aufdrucken und durch Dämpfen fixiren, welchesonst in dem Krappbade verändert worden wären. Da nun beider Fabrication der sogenannten Dampfwaare viele dieser Beizen