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II. Band.
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Das Doppeltchlorzinn soll eisenfrei sein ; der Nachweis desEisens erfolgt wie heim Zinnsalz. Etwa vorhandene Salpeter-säure wird nachgewiesen, indem man die mit concentrirter Schwe-felsäure versetzte Zinnchloridlösung mit Eisenvitriollösung vor-sichtig überschichtet; an der Berührungsfläche der beiden Flüssig-keiten entsteht eine braune Zone.

Da Zinnchlorid gleichfalls mit unwirksamen Salzen verfälschtvorkommt, so ist eine quantitative Bestimmung rathsam; manführt durch Reduction mittelst metallischen Zinks das Zinnchlo-rid in Chlorür über und titrirt nach der beim Zinnsalz beschrie-benen Methode.

Essigsaures Zinn oxydulwird nach Wolff*) auf folgende Weise dargestellt:

200 Theile Zinnsalz werden mit 200 Theilen Wasser und10 Essigsäure von 8° Be gelöst und mit einer Lösung

von 337 Theilen krystallisirtem Bleizucker in 400 Theilen Wasservon 40° C. gefällt; das schwere Chlorblei scheidet sich ab, dieklare Beize wird abgezogen und muss in gut verschlossenenFlaschen aufbewahrt werden, da sie sich schon an der Luftleicht zersetzt. Beim Erwärmen wird sie bei 30° opalisirend,bei 45° tritt starke Trübung ein und beim Kochen scheidetsich unter Entweichen von Essigsäuredämpfen zuerst Zinnoxy-dulhydrat ab, welches beim fortgesetzten Kochen in schwarzesZinnoxydul übergeht.

Essigsaures Zinnoxyd.

4 kg. Doppeltchlorzinnlösung von 55° Be und2 krystallisirter Bleizucker werden mit

1 Liter heissem Wasser und

1 Essigsäure gemischt und bis zur vollständigen

Zersetzung verrührt. Die Lösung hat bei 15° C. eine Dichte von30° Be und bleibt selbst bei längerem Kochen unverändert.

Oxalsaures Zinnoxyd.

925 gr. Doppeltchlorzinn werden in 25 Liter Wasser gelöstund mit einer Lösung von

1695 gr. krystall. Soda in 25 Liter Wasser nach und nachversetzt. Das ausgeschiedene Zinnoxydhydrat wird durch Decan-

*) H. Wolff, die Beizen; Wien , Ä. Hartleben 1885.