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II. Band.
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Ein lebhaftes Dampfgrün wird z. B. erhalten mit:

950 gr. Traganthschleim u 200 gr. pr. Liter200 krystall. Cadmiumnitrat

300 krystall. Natriumhyposulfit

20 Malachitgrün

10 Essigsäure 7° Be

150 Wasser.

Einen sehr interessanten Versuch publizirte C. Reber.*) Er

benützt die Eigenschaft einiger der aminartig konstituirten künst-lichen Farbstoffe, durch Blutlaugensalz gefällt zu werden, zuderen Fixirung auf der Pflanzenfaser. Fügt man z. B. zu einerLösung von Anilin violett eine Lösung von gelbem oder rothemBlutlaugensalz, so findet vollständige Fällung des Farbstoffes in Formeines schön violetten Lackes statt, welcher wahrscheinlich das Kalium-ferrocyanür, resp. Ferricyanür des Methylrosanilins darstellt. Dasselbetritt beim Fuchsin, Methylenblau u. s. w. ein.

Um diese Fällung auf dem Gewebe auszuführen, foulardirt manletzteres in einer Lösung von 1020 gr. gelbem oder rothem Blut-laugensalz im Liter und trocknet. Auf das so vorbereitete Gewebedruckt man den verdickten Farbstoff, verhängt während 24 Stundenund dämpft noch leicht zur Vervollständigung der Fixirung, welcheübrigens schon unmittelbar nach dem Drucke eintrat. Ein Durch-nehmen durch den Mather und Plattschen Apparat genügt zu diesemBehufe. Saure Dämpfe dürfen im Dampf kästen nicht vorhandensein, da sonst das Weiss durch Berlinerblau -Bildung verdorben wird.Ein derartiger Uebelstand könnte übrigens auch durch Zugabe ge-wisser neutralisirender Salze zum Blutlaugensalze vermieden werden.Nach dem Dämpfen wäscht man und seift.

Gelbes und rothes Blutlaugensalz verhalten sich übrigens ver-schieden in Bezug auf Befestigungskraft; so geben Methylenblau undViolett die dunkelsten und widerstandsfähigsten Färbungen mit rothemBlutlaugensalze, während das Fuchsin schönere Töne mit dem gelbemSalze erzeugt.

Um die beizende Kraft der Eisencyanverbindungen zum Aus-färben vorher damit bedruckter Stoffe zu verwenden, hat C. Rebera uf den Vorschlag von Henri Schmid dieselben in Form unlös-licher Schwermetallsalze, namentlich des Zinksalzes, aufEm Gewebe niedergeschlagen. In der That zieht das Ferrocyan-Wle das Ferricyanzink, durch doppelte Umsetzung auf der Faser ge-fällt, beim Färben die Farbstoffe unter Bildung beständiger Lacke

*) Bulletin de Rouen 1884, 768. Dinglers polyt. Journal 256, 42.

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