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II. Band.
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Zusatz eines neutralen oder alkalisch reagirenden Salzes zu demFärbebade als vortheilhaft erwiesen. Man verwendet gewöhnlich fürdie rothen Farbstoffe Potasche und Seife oder phosphorsaures NatronUnd Seife, für die gelben Kochsalz oder phosphorsaures Natron undfiu- die blauen Farbstoffe schwefelsaures Natron (Glaubersalz) undSeife. Ausserdem sind im Gebrauch Soda, Borax, Wasserglas, zinn-saures Natron u. s. w. Nach den Versuchen von Gardner w r ar dieAnwendung von Kochsalz bei allen Benzidin-Farbstoffen am vorteil-haftesten. Die Mengen dieses Körpers jedoch, welche die besten Erfolgegehen, waren bei den verschiedenen Farbstoffen so verschieden, dassSle für jeden Farbstoff durch den Versuch festgestellt werden mussten.P*e Menge des angewendeten Farbstoffs scheint keinen Einfluss auff üe Kochsalzmenge zu haben, da die letzteren bei 0,05 gr. bis 0,5 gr.Farbstoff für ein Liter Farbflüssigkeit nicht verändert zu werdenbrauchten. Man geht mit der Baumwolle in das heisse Bad ein,h'eibt die Temperatur rasch zum Kochen und kocht 1 / 2 1 Stunde,pas Wasser muss kalkfrei sein. Bei Beurtheilung der Resultate mussteu erster Linie die Tiefe der Farben berücksichtigt werden; es zeigteSl ch, das bei Anwendung von 80 gr. Kochsalz für 1 Liter Wasserput allen Farbstoffen die dunkelsten Farbtöne erreicht wurden. DaJedoch zur Erzielung der grössten Reinheit und Klarheit der Farbenandere Salzmengen, welche gewöhnlich geringer waren, sich als nöthigerwiesen und die Gleichmässigkeit der Färbungen durch die vorhandenenpalzmengen beeinflusst wurde, so ergaben sich mit Berücksichtigungdieser drei Hauptfaktoren Kochsalzmengen, w'elchc in umstehenderTabelle (Rubrik I) aufgeführt sind. Da weiterhin diese Mengen heiden einzelnen Farbstoffen zwischen 10 gr. und 160 gr. für je 1 Literp asscr schwanken, so muss, wenn mit Mischungen von zwei und mehr^ arbstoffen gefärbt werden soll, eine mittlere Menge gewühlt w'erden.erner musste noch, da bei einem Ueberschuss von Kochsalz einearbung der Faser nicht mehr möglich ist, für jeden einzelnen Farb-di ^ au °b uoch die Kochsalzmenge ermittelt werden, durch w T elehe^eser Punkt erreicht wird (Rubrik II); diese Mengen müssen beir Auswahl derjenigen Farbstoffe, mit welchen irgend ein FarbtonReicht werden soll, in Betracht gezogen werden. Weiter wurden überle Einwirkung von Sodalösung, Essigsäure und Schwefelsäure Ver-ß Cle . an gestellt und der Grad der Empfindlichkeit ermittelt. InU r *k III ist derselbe durch Zahlen ausgedrückt:

0 : unempfindlich;

1 : w'enig empfindlich;

2 : empfindlich;

3 : sehr empfindlich ;

4 : ausserordentlich empfindlich.