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Ilandzugmmrne.
reinen Arbeiter frei herabhängen, und am untern Ende abermals mit kurzen Knebeln ver- Fig.sehen sind. Während der Pfahl bei dem Einschlagen immer tiefer und tiefer kriechtund die Zugleine der Arbeiter zu sehr in die Hohe kommen, wickeln diese nach und 14.nach so viel Zugleine von den unten hängenden Knebeln ab, als zur bequemen Erreichungder letztem ncthwendig ist. Langt dieses Mittel nicht mehr aus, so wird der Knebel rr',woran das Kranztau hängt, tiefer gebunden, die Zugleine an den daran befestigten Kne-beln wieder aufgewickelt und nun auf gleiche Art wie vorher verfahren. Die Zugleine■werden auch oft unmittelbar, wie Fig. 9 an das Rammtau angebunden.
Wird es nothwendig den Hoyer aus den Laufruthen herauszunehmen, so wird derVorsteckkeil aus der Querschwelle EF herausgezogen und die Schwelle AB in die durchPunktirung Fig. 10 dargestellte Lage gebracht, wodurch der Hoyer frei ist. Sollen aberPfähle Behufs des Schlagens erst eingestellt werden, so wird der Hoyer abgebunden undder Pfahl mit dem Rammtaue aufgezogen und eingesetzt.
Die Leiter, Rolle, die drei Querschwellen und der Schuh sind von hartem, alle übri-gen Balken aber von weichem Holze. Der Trietzkopf, welcher sonst bei Schlagwer-ken am obern Ende der Laufruthen angebracht ist und zum Aufrichten der einzurammendenPfähle dient, ist hier durch die Rolle und das Rammtau ersetzt, von welchem letztemder Hoyer nach Bedarf losgebunden , aus den Laufruthen herausgenommen, dann derPfahl angebunden, durch die Mannschaft in die Höhe gehoben und gerichtet wird.
Die geringe Breite des Schwell Werkes gewährt den Vortheil, dass man dieses Schlag-werk selbst in die engsten Räume aufzustellen vermag, allein es mangelt dieser Maschinean einer Vorrichtung zum Einrammen sehr schief gelagerter Pilotten. Uibrigens wirddie Zahl der Arbeiter gewöhnlich 3mal so gross genommen, als der Hoyer in Zent-nern wiegt, w r ozu noch ein Führer (Kommandant) kommt, dem die andern Arbeiter inzwei Hälften zur Seite stehen und dem es obliegt die Arbeit zu leiten. Ausserdem wirdjedem Schlagwerke ein Zimmermann zur Dirigirung des Pfahles beigegeben.
Bei den Pilottirungen der Wehren an dem Moldauüusse in Prag hat der Hoyer einGewicht von 4‘/ s N. Oe. Zentner, wozu 12 Mann und ein Führer angestellt werden. DieHöhe der zw r ei vertikalen Laufruthen beträgt 20 Fuss und es werden damit Pfähle von18 und mehr Fuss Höhe zwischen die Laufruthen eingehoben und gewöhnlich so langeeingetrieben, bis sie auf eine Reihe von 30 hintereinander folgenden Schlägen (eineH i t z e) nur noch % bis % Linie eindringen.
§• 90 .
Sollen Pfähle mit grösserer Gewalt eingetrieben w'erden, um bedeutende Lasten zutragen, so muss sowohl das Gewicht des Rammbären, als auch die Aufzugshöhe und hie-mit die Wirkung des Schlages vermehrt werden. Wir bedürfen in solchen Fällen Ramm-maschinen, wobei 10 bis 12 Zentner schwere Hoyer auf eine Hohe von 15 bis 20 Fussaufgezogen werden. Diese Maschinen gew ähren überdiess den Vortheil, dass die mensch-liche Kraft weit zweckmässiger hiebei verwendet wird, als es bei der vorher beschriebenenHandzugramme der Fall ist. Eine Kunstramme dieser Art, W’elche auch zum Einschlagenschiefer Pfähle dient, ist Fig. 1 bis 7 dargestellt. Fl £*
Das Schwellwerk hat die Form eines Viereckes, es ist 20 Fuss lang und 13 Fuss bi*breit; seine zwei Langschw'ellen AB, CD sind vorn unter den Laufruthen durch zwei