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Ausschopfen des Wassers aus kleinern Tiefen mittelstHandeimern, Wurf- und Scliwungschaufeln, dann
Schaufelwerken.
§. 119.
Nach Herstellung der Fangdämme oder andern Einfassungen eines Wasserbaues,muss das innerhalb enthaltene oder zufliessende Wasser ausgeschöpft werden, um den Bauim Trockenen führen zu können. Man bedient sich hierzu verschiedener Manipulazionenund Maschinen, welche aber nur dann anzuwenden sind, wenn das Grundwasser von derBaustelle nicht durch zweckmässig angelegte, an einem niedrigem Punkte ausmündendeAbzugsgräben oder durch solche hölzerne Hinnen, oder eine Röhrenlei-tung abgeführt werden kann. Dieser Fall ist immer der vortheilhafteste und gewöhn-lichminder kostspielig, als der Gebrauch von Maschinen, die überdiess zu ihrer Auf-stellung, und für die zu ihrer Bedienung erforderlichen Menschen, immer einen ziemlichgrossen Raum bedürfen, der nicht selten bei Wasserbauten mangelt.
Ein solches Verfahren wurde bei dem Baue der steinernen Brücke über den FlussDoria zunächst seiner Einmündung in den Po in Turin angewendet. Diese Brücke be-steht aus einem steinernen Bogen von 45 metres (142,4 N. Oe. Fuss_) Spannweite und 12,7metres (40,2 N. Oe. Fuss) oberer Breite, die Höhe des Kreissegmentes (Jlcche') ist 5,5 me-tres, also das Verhältniss 5,s: 45:r=l: 8,2. Die Brücke wurde neben dem alten Flussbetteerbaut, der Fluss erst nach Beendigung des Baues abgeleitet, und dann unter derselbenfortgefiihrt. Da aber das Wasser bei dem Ausgraben der Fundamente überall aufstieg, bowurden zwei Fangdämme um die Pfeiler gebaut, beide mit einem Kanäle verbunden undvon dem linken Pfeiler ein Kanal bis weit in das alte Flussbett fortgeführt. Da der Flusseinen Fall von 1:1000 an diesem Orte hatte , so erhielt man durch einen Kanal von mehrals 2000 metres Länge einen wasserfreien Raum von 2 niclres Tiefe, aus welchem dasaufsteigende Wasser von selbst ablief, ohne irgend eine Schöpfmaschine während dermehrjährigen Dauer dieses Baues zu benöthigen. Innerhalb dieses auf solche Art trockengelegten Raumes wurden die Piloten von 10 metres Länge eingetrieben, der Rost gelegt,und das Mauerwerk aufgeführt. Dieser Bau wurde von Hem Cavaliere Mos ca, Ispettoregenerale del genio civile zu Turin geleitet ; im Jahre 1823 wurden die Fundazionen derBrücke angefangen und bis zum Jahre 1825 die Widerlagen auf 2 4 Höhe erbaut; die zwei
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