Anlegung bewässerbarer Wiesen.
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Grunde geht. Lässt aber die Kälte nach, wie es im Mailändischen gewöhnlich bald ein*tritt, so wird das Wasser wieder auf die Wiese gelassen, uin die Eisrinde aufzulösen, unddann geht die Bewässerung wieder regelmässig fort *).
Herr JBerrrt rechnet, dass die Zurichtung einer Pertica Grundfläche zu einer Win-terwiese auf die dargestellte Art im Mailändischen 14 oder 15 lire Mil . Auslagen verur-sacht; diess würde für 1 Joch 38 fl. C. M. geben, allein diese Auslage lässt sich keines-wegs als Maasstab nehmen, da dieselbe sich lediglich nach der mehr oder mindern Schwie-rigkeit des Terrains richtet.
Wenn auch in unsern Gegenden in Deutschland keine Winterwiesen angelegt werdenkönnen, so lassen sich doch die angeführten Bearbeltungs- und Bewässerungsmethodenauch bei uns mit vielem Vortheile anwenden. Es dürfte wenig Gegenstände geben, welchedie Aufmerksamkeit eines verständigen Landwirthes in seinem eigenen Interesse so sehranBprechen sollen, als die Bewässerung seiner/Grundstücke. Ich habe diese Bewässerungvom Anfänge Jänner bis Ende'April 1833 in den verschiedenen Gegenden der Lombardiebesichtigt, und gestehe gern, dass dieser Gegenstand mich in hohem Grade interessirt hat.
*) Wir bemerken auch noch, dass eine Winterwiese nach ihrer Anlegung alljährlich gedüngt werdenmuss. Der Dünger soll aber vorher gut abgefault seyn, damit er sich so klein als möglich zertheilenlasse. Er wird gewöhnlich im September auf die Wiesen geführt und hiezu entweder Schlitten oderWagen mit breitfelgigen Rädern gebraucht, um keine Geleise zu bilden. Während der Zeit der Ver-breitung des Düngers auf der W r iese wird ihre Bewässerung unterbrochen; gleich darauf aber wiederbegonnen. Wurde der Dünger im September ausgeführt, so findet die erste Mahd Mitte Dezember,die zweite im Hornung, die dritte im März etc. Statt. Wurde aber eine Wiese, im Herbste nicht genuggtdüngt, so muss sie noch im Frühjahre mit Asche oder Oehlkuchen bestreut werden.