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3 (1834) Beschreibung und Berechnung grösserer Maschinenanlagen, vorzüglich jener, welche bey dem Bau- Berg- und Hüttenwesen vorkommen / von Franz Anton Ritter von Gerstner
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233
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Versuche über die Wassermenge. 233

Beobachtete Wasserraengenin 1 Minute

181

227 1 273

217

228

294

356

367

648

1140 )

Nach der Korrekzion be-rechnete Wasserraengen

373

386

529

406

365

487

659

557

1068

2163 |

l)a bei diesen Versuchen nicht genau angegeben ist, wie tief die Einflussüffnung derSchnecke unter Wasser gestanden sey, so lassen sich selbe mit unserer Berechnung nichtZusammenhalten.

§. 1G6.

Herr Eytelwein liess zum Behufe genauerer Versuche ein grösseres Modell einerWasserschnecke mit möglichster Sorgfalt verfertigen und stellte mit derselben eine Reihevon Versuchen an, welche in seinem Handbuche der Mechanik und Hydraulik angeführtsind. Die Schnecke war nach Art der Tonnenmilhlen gebaut, und hatte eine 2,7 Zoll dickeSpindel, um welche 18 Windungen herumgingen. Die Breite der Schneckenbreter vomUmfange der Spindel bis zur Bekleidung, oder die Breite der Windungsweite war 1,62Zoll, so dass der Durchmesser der Schnecke im Lichten 5,s4 Zoll betrug. Die Schnecken-breter hatten eine Dicke von % Zoll, die Schnecke hatte doppelte Windungen oder zweiEinflussöfFnungen; die Höhe einer Windungaweite war l,is Zoll und die Höhe des Schne-ckenganges 2,8 Zoll.

Um die Lage des Normalpunktes bei jedem Versuche zu bestimmen, wurde dieGrundfläche der Schnecke durch eine Kreislinie an der Umfassung der Schnecke bemerkt;diese Linie war so eingetheilt, dass dadurch ein Durchmesser der Grundfläche gleicheAbiheilungen erhielt. Man konnte also jedesmal genau den Stand des Wasserspiegels ge-gen die Grundfläche angeben, wenn der höchste Punkt des Durchmessers, der hier 0 ist ,so stand , dass zwei zusammengehörige Punkte der Kreislinie am Umfange in die Ebenedes Wasserspiegels fielen. Die Schnecke wurde in ein sehr weites Gefäss mit Wasser un-ter einem Neigungswinkel von od° = ß gesetzt, und bei jedem Versuche suchte man denWasserspiegel durch Zugiessen auf einerlei Hohe zu erhalten. Glückte dieses nicht ganz,so wurde das Mittel zwischen dem anfänglichen und folgenden Wasserstande genommenund in der vertikalen Kolumne II der nachstehenden Tafel dergestalt bemerkt, dass dienegativen Entfernungen die Höhen des Wasserspiegels über 0 oder über den Normal-punkte e', die positiven Entfernungen aber den Abstand des Wasserspiegels unter 0 oderunter e'auf dem höchsten Durchmesser der Grundfläche gemessen, anzeigen. In derIII. Kolumne der Tafel befindet sich die Anzahl der beobachteten Umdrehungen der Kur-bel, welche sich an der Spindel der Schnecke befand , um ein Gefäss von */ 2 Kubikfussgenau mit Wasser anzufüllen. Die IV. Kolumne enthält die während dieser Zeit nach einemgenauen Sekundenpendel beobachteten Sekunden. Endlich ist die V. und VI. Kolumneaus den beiden vorhergehenden berechnet, um die Versuche besser zu übersehen.

Wir erhalten nämlich z. B. bei dem zweiten Versuche die Anzahl Kubikzolle, welcheeine Umdrehung liefert, wenn 864 durch 58 dividirt wird, welches := 14,9 Kubikzoll ist.Auf gleiche Art ergiebt sich die Anzahl (x) der Umdrehungen der Schnecke in einerMinute aus der Proporzion 58:85 = x:60, woraus x = 41, u. s. w.

Gcrätncrs 3Icchanik. Band III. 30