und dem Nutzen der Mstnuf- u. Fabriken. 9
keiten und Vorzüge des Lebens rechnen. Alle Thätig-keit undFl iß der Menschen gründet sich auf den Trieb,sich vor andern hervorzuthun. Die Bemühung, Reich,chümcr zu erwerben, die edelsten Handlungen der Men-sche», und alle Tugenden haben keine andere Quelle.Die Regierung würde entweder diesen Trieb unter ih.ren Unterthanen ersticken, wenn diejenigen, die sich eingroßes Vermögen erworben hätten, ihren Vorzug anReichthümern durch Ueppigkeit und Verschwendungnicht sehen lassen könnten, oder sie würde verursachen,daß die vermögendesten von ihren Unterthanen sich inandre Staaten begeben würden, wo es ihnen erlaubtist, allen beliebigen Gebrauch von ihren Reichthümernzu machen.
Hieraus folget, daß alle künstliche Waaren, wel- S-^s-ndlei,che die Gewohnheit und die Lebensart einmal zur wah- durft desren oder eingebildeten Bequemlichkeit des Lebens ringeführerhat, eine wirkliche Nothdurft des Staats sind, dmftdesob sie gleich an sich selbst vor nichts weniger, als vor ^ ^ 'eine wahre Nothdurft des Lebens gehalten werden kön-nen. Dieses ist so wahr, daß auch so gar die sinnli-chen Ergehlichkeiten unter die Nothdurft des Staatsgehören. Ein Land, das keine Schauspiele hat, leihetan einer wirklichen Nochdurft des Staats Mangel.
Die vermögenden Unterthanen werden entweder in di?benachbar ten Staaten reisen, ihr Geld daselbst vcrzch.ren und mithin den Reichthum des Landes vermindern,um sich diese ErgetzUchkeik zu verschaffen, oder sie wer-
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