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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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21
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krnd dem Nutzen der Manuf. u. Fabriken. 27

Es ist hierbky nicht außer ?scht zu lassen, daß die Es ig eineUnterthanen durch die Manufakturen und Fabrikenauf eine nützliche 2lrt bestbäfftiget werden. Wnw esmöglich wäre, daß ein Regent seinen Unterthanen alle beschäffügcn.Nothdurft und Bequemlichkeit des Lebens verschaffenkönnte, ohne, daß sie z» arbeiten nöthig hätten, sowürde eine sehr wichtige Frage vor den Regenten ,mdseine Ministers entstehen, womit sie zu beschäfftiacnwären, daß sie weder einander selbst, noch dem Stackezur Last fallen möchten. Sparta fand sich gewisser-Maaßen in dieser Beschaffenheit, weil die Spartanerein unterwürfiges Volk die Elokcn hatten, das zu ih.rein Unterhalte arbeiten musie. So wenig Weisbeitich sonst in den Gcsttzen des Lycurgus finde; so mußich doch gestehen, daß er die Nothwendigkeit, seineBürger zu beschäffngcn, sehr wohl einsähe, und daherrührten die Gesetze von denen gemeinschaftlichen Leibes-Übungen und Ergeßlichkeiten, die er ihnen vorschrieb.

Der Punkt von der Beschäffrignng der Unterthanenverdienet gewiß mehr Aufmerksamkeit, als die meistenRegierungen darauf verwenden. Ein Land, das keineManufakturen und Fabriken hat, wird auch allemalträge, schläfrige und unthätige Unterthanen haben.

Sie werden den Ackerbau, die Viehzucht und die un.entbehrlichen Handwerke nach dem alten Schlendrianso nachlaßig Hintreiben, das platte Land und die Land-städte werden in Elend und Dürftigkeit, die Haupt-stadt aber, die alle Kräfte des Landes an sich ziehet,wird in Ueppigkeit und Verschwendung leben und zumGuten eben diefe Trägheit an sich wahrnehmen lassen.

B z Das