84 m. Absäm. von Anlegung und Gründung
gend genügsame Arbeiter zu denen Manufakturen zufinden; so läßt sich solche doch durch Fleiß und guteMaaßregeln heben, wie wir oben durch das Beyspielder großen Oesterreichischen Cattunfabrike gezeigetha-ben. Noch grösser aber scheinet die Schwierigkeit zu seyn,wenn die Landstädte, die sonst zu Anlegung der Ma.nufacturcn und Fabriken geschickt waren, eine soschlechte Beschaffenheit haben, daß auf ihre Marktta-ge, die nur den Namen nach vorhanden sind, nichteinmal genügsame Victualien zum Unterhalt derFa-brikcnarbeiter kommen. Unterdessen ist auch dieseSchwierigkeit nicht unüberwindlich. Es ist gewiß,daß ein weiser Rezente alles ausrichten kann, was ernur will, wenn er nur die behängen Maaßregeln er-greifet lind anwendet. Man kann einer solchen Land-stadt allerdings die benöthigte Zuführe verschaffen,wenn man denen umliegenden Landleuten einen schweh-ren Zoll aufleget; so bald sie ihre Victualien wo an,ders hinführen, als in diejenige Stadt, wohin mandie Zufahre verschaffen will. Damit aber die Landrleute sich nicht zu befchwehren haben, daß sie ihre Vi-ctualien in dieser Stadt nicht loßwerden können, wel,ches die gemeine Ausflucht ist, wenn man eine nochungewohnte Zuführe an einen gewlßen Ort ziehen will;so muß man ein Magazin veranstalten, welches nachio oder n Uhr dasjenige um den Marktpreiß aufkau-fet, was noch unverkauft vorhanden ist. DieseMaaßregeln wird man nur eine kurze Zeit nöthig ha-ben; so wird sich die Zufahre auf beständig dahinziehen, zumal wenn die angelegten Manufacturen
und