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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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212 IV. Abschnitt. Von denen Hindernissen

anfängt. Es kann leicht voraussehen, daß seine Ma-nufacturen allemal in der Gewalt des andern Volkesseyn werden; und es muß sich vorstellen, daß der Fallder Vorenthaltung der Materialien sich überlang oderkurz gewiß ereignen werde. Wenn es sich nun nichtauf diesen Fall im voraus vorbereiten kann, wenn esnicht so sichere Maaßregeln ergreifen kann, daß es mitder Zeit diese Materialien selbst gewinnet, wie dennwenig oder gar keine Materialien seyn werden, derenErzeugung man nicht entweder in dem Haupchaateoder in den Colonien durch Fleiß und guceAnordnun-gen veranstalten könnte; so wird es allemal weislicherverfahren, diese Art der Manufacturen gar nicht an-zufangen, sondern sich desiomehr auf andere zu befleißi-gen. Die Untcrlaßung dieser Manufacturen wird ihmbey weiten nicht so schädlich seyn, als die Unordnung,die sich durch die Vorenthaltung der Materialien undmithin durch die plötzliche Hemmung und Vernichtungdieser Manufacturen in seinem ganzen Nahrungsstandeereignen wird, oder wenn es, um diese Unordnung zuvermeiden, von dem andern Volke gänzlich abhängigstyn muß. Allein, wenn noch ein anderes Volk ebendiese Materialien hat; so kann man die Anlegung die-ser Art von Manufacturen allemal wagen. Diesebeyden Volker, von welchen wir diese Materialien er-langen müssen, werden selten in ihren Absichten undStaatsintressc mit einander übereinstimmen; undwenn wir allemal dem Intresse der einen Nationschmeicheln, so werden wir die benöthigten Materialienerlangen können, ohne allzuviel aufzuopfern.

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