40 II. Abtheil. I. Abschn. I. Hauptst.
Von der Es ist nicht zu läugnen, daß auf Sortirung derbey den feinen Tüchern sehr viel ankommt;und man kann sagen, daß die größte Kunst und Ge-
Einthei-lnng d.eruchartiqcnZeuge in2 Hcmpr-arren.
schickljchkeit eines Tuchmachers darauf beruhet. Denndas Weben selbst ist eine gar geringe Kunst, Er mußnicht allein die Wolle nach ihrer Feine und Güte invielerlei) Sorten von einander abzusondern wissen; son-dern auch die nöthige Auswahl von Ein - und Zwey-fchüriger, von Sommer, und Winterwosle zu treffen,mit einander zu vermischen und ZU ihrem dienlichstenGebrauch anzuwenden verstehen. Die Erfahrungbey uns in Teutschland hak gezeiget, daß die bestezweyschün'ge Wolle zu feinen Tüchern dienlicher ist,als di? einschürige, und daß man Sommer- und Win-terwolle mit einander vermischen muß. In Ansehungdieser Sortirung werden sich demnach gar keine Schwie.rigkeiten eraugnen, Daß wir dieselbe verstehen, le-get sich zu Tage; weil wir schon bis hierher von unse-rer besten Landivolle ziemlich feine Tücher gemacht ha-ben, Wenn wir uns nun dieser unserer besten Wollepur zur Kette, und spanischer Wolle zum Eintrag be-diene!« wollten: so würde es uns um so weniger feh-len , sehr feine Tücher zu verfertigen. Wir wendenuns nunmehro zu der Abhandlung
L, Von den tnchartigen Zeugen.
Man kann die tuchartigen Zeuge unter zweyHaupchegpiffe bringen, die auf das Wesentliche ihrerVerfertigung und Zubereitung gegründet sind, undwodurch man mithin eine viel deutlichere Erkenntniß
davon