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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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159
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Von den Seidenmanufacluren. 1^9

zweifelt, ob die Menschen darinnen leben könnten.

Man hat im Jahr 175z in dem Collegio Theresianobey einer zahlreichen Versammlung den wiederholtenVersuch gemacht, fünf Minuten laug einen Seiden-wurm, der noch dazu krank war, in dieses vermischteEis zu sehen. Ein farenheitischeS Thermometer wur-de zugleich hineingethan. Es fiel wirklich bis auf o,

Dennoch wurde der Seidenwurm nach fünf Minutenlebendig wieder herausgezogen. Mich beucht, dieses

beweiset genugsam, daß ein Wurm, der einen so hohenGrad der Kalte ausstehen kann, keine Gefahr laufe, .jn einem iande zur Sommerszeit umzukommen, daseinige Grade mehr nach Norden gelegen ist, als Ita-lien und Frankreich.

Die Erfahrungen bey der Seidenwürmerzucht selbst Eine kaltehaben auch genugsam ge-eiget, daß eine kalte Witterungdiesen Würmern weder an ihrer Gesundheit, noch an G,.der Menge und Güte des Gespinnstes, einigen Scha- spinnst?den zufüge. Es ist wahr, eine kalte Witterung ver-ursachet so viel, daß sich die Seidenwürmer nicht sobald einspinnen. Sie wachsen nicht so geschwinde,

Sie fressen vierzehn Tage bis drey Wochen langer,ehe sie zum Einspinnen reif werden. Wenn die Sei-denwürmsr in behöriger Warme von dem Ausbrütenan bis zum Einspinnen sechs Wochen zubringen; so 'daurek es bey einer kühlen Witterung acht bis neunWochen, ehe sie ihr Gespinnst anfangen. Allein dasist auch der ganze Nachtheil, den ihnen eine kühle Wit-terung verursachet. Sie bleiben dabey gesund; und