Von den Seidenmanufaclm-en. 165
Hitze sich gefallen lassen, wie sie sich ereignet, und es Hitze auflassen sich keine Mittel anwenden, um die Hihe zu kemerleymindern. Wollte man Wasser auf den Boden sprengen,oder auf andere Art durch Feuchtigkeiten die Hihe derLuft m dem Behältnisse der Seidenruürmer abkühlen;so kann dieses nicht geschehen, ohne auf einer andernSeite den Würmern das äußerste Nachtheil zuzu-fügen. Nichts ist ihnen so schädlich, als eine feuchtejust; und man kann wohl behaupten, daß ihre meistenund gefährlichsten Krankheiten, die ganze Zimmer vollWürmer binnen kurzer Zeit Hinwegrassen, aus einerallzu großen Feuchtigkeit der Luft herrühren. DieFeuchtigkeit der Luft und die Unreinigkeit der Lager-stätten , wenn sie nicht alle drey bis vier Tage gereini-get werden, sind die einzigen Quellen aller Krankhei-ten, welche die Seidenwürmer auszustehen haben. Ichhabe auch hierinnen viele sorgfältige Versuche gemachtund befunden, daß diese zwey Ursachen sofort dieKrankheiten der Würmer nach sich ziehen. Dahinge-gen wird die Seidenwürmerzucht nach der Maaßeglücklich von Statten gehen, als man diese zy)ey Ursa-chen dabey vermeiden kann. Alle übrigen Umsrän-de, die man in den Büchern bey der Wartung derWürmer vorschreibt, z. B. daß man allen üblen Ge-ruch, alles Poltern und Lärmen von denselben ent-fernen soll, bedenken im Grunde ganz und gar nichts,wie ich durch vielfältige Versuche davon überzeugetworden bin, die ich i» meinen Schriften hin und wie.der weitläustiger beschrieben habe.
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