VonGoldschl. Drahlzieh. u.dgl.Fabricat. 259
sich sonst durch den ganzen Draht fortsetzet. Wan«nenhero man die vollkommene Gleichheit und Run«düng der Stange durch Feilen und Schaben beför-dern muß, welches man vergleichen nennet; oder manlaßt sie durch ein grobes Loch ziehe». Sodann wirddie Stange auf das allergenaueste mit Goldblättchen be-leget, daß sie allenthalben vollkommen gleich anliegen,als worinnen die hauptsächlichste Kunst der Vergol-dung bestehet. Diese Goldblättchen sind aber ungleichstärker, als das gewöhnliche Blättchengold, das inBüchelchen verkauft wird. Gemeiniglich werden nurvier Blättchen aus einem Ducaten gemacht; da bei-den gemeinen Goldblättchen mehr als dreyhundert ausdem Ducaten gemacht werden. Alsdenu wird dieStange stark geglühet und hernach die Vergoldungmit Blutstein stark angerieben.
Eben so geschiehet die Versilberung bey dem Von demlionifchen Draht. Es werden aus dem Quentchen VersilbernSilber gleichfalls nur vier, fünf bis höchstens sechs „jsch^Blättchen gemacht, nachdem die Versilberung stark Arbeit,oder schwach seyn soll. Man leget das Silber zuverschiedenen Malen auf, glühet die Stange ein we-nig an der Stelle, wo sie aufgelegt sind, reibet dasSilber mit dem Bruniereisen an, und endlich glühetman die ganze Stange, und reibet das Silber noch-mals mit dem Bruniereifen fest an.
Da die Drahtzieher selten oder niemals mit Von rDrahtmuhleu versehen sind; so müßen sie diese Draht;
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