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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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507
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Von Alaun-und Vitriolsiedekeyen. -27

soll, in der Erde stehen; denn sonst würde im Som-mer das Anschießen sehr schwer lind langsam geschehen,und doch nur wenig anschießen, und daher die Laugedesto öfters abgcdünstet werden Mästen. Unterdessenist eö eben so nothwendig, daß ein Theil des Gefäßesganz frey sey; weil sich unten am Boden ein Hahnhefinden muß, wodurch man die übrige Lauge ablassenkann, wenn der Alaun oder Vitriol angeschossen ist.Man ist dannenhero an einigen Orten auf die Erfin-düng gefallen, zum Anschießen des Vitriols eine Artvon Tennen einige Fuß tief in die Erde zu machen.Diese Tenne bestehet aus Bretern, ist breit, lang undabschüßig, und hat verschiedene Absähe. Auf dies«Tenne wird die behörig abgedünsiete Vitriollauge ge-schlagen , wo sie bald anschießet. Die übrige Laugeaber, die nicht anschießet, tröpfelt in ein unter derTenne befindliches großes Gefäß oder Loch, wo siehernach weiter genuhet wird. Allein diese Anstalt istbey dem Alaun nicht thunlich. Dieser muß nothwen-dig in Gefäßen anschießen, und wohl vierzehenTage bis drey Wochen Zeit haben. Diese müssenalso in der Erde, oder in einem Keller stehen; undman muß es letztem Falls so einzurichten suchen, daßdie Lauge durch Rinnen in den Keller geschlagen wer-den kann, ohne daß es nöthig ist, sie dahinzu tragen.

Zweytes