5Z4 Hl. Abtheil. V. Abschn. HI.Hauptst.
darinnen S takt findet, und dafi folglich die Eigenschaft,blau zu färben, nicht in ihrer Vollkommenheit erzeu-get worden ist. Da muß es nun allerdings von gu-ter Wirkung seyn, wenn die eine Art Kobald mit derandern versehet wird; und nuthin die eine der anderndasj nige mittheilet, was zu ihrer Vollkommenheitermangelt. Zu dein Ende muß ein geschickter undfleißiger Bedienter bey dergleichen Blanfarbenwerkenseine unter Händen habende Kobalde zu beurtheilenwissen, ob sie wenig oder viel Arsenik und metallischeErde haben, und nach Maaßgebung dieser Beschaf-ftnheiten muß er in verschiedener Proportion allerleyZusammensetzungen machen, und damit Versuche imKleinen anstellen. Es wird ihm alsdenn gewiß nichtfehlen, eine sehr feine blaue Schmälte heraus zubringen.
ES ist nütz-lich, die Kv. Es ist sehr dienlich, wenn man diese zusammen
einander^ sehenden verschiedenen Arten des Kobaldes mit ein-rosten. ^ ander röstet. Sie wirken alsdenn ungleich stärker ineinandrr; und der eine kann folglich dasjenige dem an-dern mittheilen, was ihm zu vollkommener Erzeu-gung der Farbeneigenschast ermangelt. Es kommtin dieser Absicht auch nicht darauf an, daß man Ko-balde mit röstet, die an sich selbst gar keines Röstensbedürfen. Der wenige Aufwand deS Röstens wirddurch die bessere Farbe, und die größere Kraft, dasGlas zu färben, reichlich ersetzet. Sollten aber alleArten des KobaldeS das Rösten nicht erfordern, wel-ches jedoch so leicht kein Vorfall ist, der sich ereig-net;