Don Mar-
casit, der
blaue
Schmälte
gegeben
hat.
540 III. Abtheil. V. Abschn. III. Hauptst.
UcbrigenS will ich hier noch bemerken, daß eswahrscheinlich noch andere Mineralien giebt, welchedie Eigenschaft haben, die Gläser blau zu färben,wenn geschickte Naturforscher auf solche Untersuchun-gen ihre Aufmerksamkeit richten wollten *). Ichhabe eiusmals einen Marcasir von schönen sechseckich»ten Crysiallcn, wenn man die bloße Figur also nen-nen kann, zu einem andern Endzwecke durch ein ge-lindes und langwieriges Rösten tractiret; und als ichihn endlich mit Alcali zusammen schmelzete, so gaber ein so schönes blaues Glas, als kaum der besteKobald liefert. Meines ErachtenS muß man inson-derheit solche versuchen, die stark arsenioalisch sind;denn dieser war von dieser Art. Wem, sich mehrdergleichen linden sollten, so würde dieses meine obi-gen Sähe bestätigen, daß Arsenik und Eisen die blau-färbende Eigenschaft erzeugen. Denn alle Marcasitehalten sehr viel Eisenerde.
Vier-
nöthigen Mischungen machen'auch wohl nicht das einzigeGeheimniß aus, was sie noch bey diesem Gewerbe ha-ben. Man sagt, daß die Arranisten durch Eide und an-dere Mittel zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, undMischungen oder Versetzungen in verschlossenen Zimmernvornehmen müssen.
*) Diese Vermuthung hat unser Hr. Pros Gmelin vor ei-niger Zeit, in einer Vorlesung, unserer Societät der Wis-senschaften bestätiget. Man sehe Götlingische gelehrteAnzeigen 1779. S. ;z8.