Von Bleyweiß, Mennige, Grünspan rc.
Grünspan behaupten, dessen Verbrauch und Absatzschon von einiger Beträchrlichkeit ist. Eö w rd dem.nach meinen Lesern nicht miöfallen, wenn ich Ihnenhier über die Verfertigung des Grünspans meine Ge-danken etwas ausführlich mittheile.
Wenn wir eine jede grüne Farbe, die aus dem §>bwirknKupfer entstehet, Grünspan nennen dürfen; so ist TriMch-gar kein Zweifel, daß wir den Grünspan in genügst sEGrünmer Menge und ohne große Mühe selbst verfertigenkönnen. Es ist nichts so leicht als dieses. Da das können.Kupfer von einem jeden sauren Salze in der Feuch-tigkeit zemaget wird, und da daraus allemal eine grü.ne Farbe entstehet; so könnte die Verfertigung dieferFarbe nicht die geringste Schwierigkeit finden. Manmag Vitriol, Alaun, gemein Salz, Salpeter, Sal.miac oder ein anderes Salz nehmen, welches vondem Sauren participiret, sobald man dasselbe mitKupferasche, oder Kupferfeil vermischet, und dieseVermischung mit Urin, Wein, Eßig oder auch mitWasser anfeuchtet, und dem Kupfer Zeit läßt, daßeS von den Salzen zerfressen werden kann; sobaldhat man auch eine grüne Farbe. Allein, wenn mansuch dieses Produkt einen Grünspan nennen könnte,weil wir einmal gewohnt find, alles von den Salzenzernagte und in einer grünen Gestalt sich zeigendeKupfer mit diesem Namen zu belegen; so ist es weitgefehlet, daß dieser Grünspan zu dem mechanischenGebrauche eben die Dienste und den Nutzen leistensollte, als der französische. Dieser letztere hat eine
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