Buch 
Kurzer und gemeinfasslicher Unterricht in der Naturgeschichte der nützlichsten einheimischen Waldbäume ... / Karl Kasthofer
Entstehung
Seite
26
JPEG-Download
 

26

Bei jener landesüblichen Plentcrwirthschaft näm-lich werden sich / wie oben bemerkt/ immer eine Mengemit Gras bewachsener Blößen zwischen den altenBäumen finde«/ welche von dem Weidvieh abgeweidetwerden könne»/ und wo diese Blößen nicht mit Gras,sondern mit jungem Anwuchs von Rolhtanncn odervon andern Waldbäumcn bewachsen sind, da werdensie gerne, besonders von Ziegen und Schafen, benagtund tragen also zur Ernährung derselben bei, wäh-rend in den Waldungen, in welchen regelmäßigeBesaamungSschläge oder Kahlschlüge, wie sie §. 4empfohlen sind, geführt werden, wenige mit Grasbewachsene Blößen vorkommen können und der Nach-wuchs dicht geschlossene Bestände bildet, in welchedas Vieh bald nicht mehr eindringen kann. Eine guteForstwirthschaft hat nothwendig eine schlechte Wald-weide zur Folge, und die gute Waldwcide setzt noth-wendig eine schlechte Forstwirthschaft voraus. Indiesem Umstand liegt ein vorzügliches Hinderniß derAbschaffung der Plenterwirthschaft und der Einfüh-rung einer bessern Forstwirthschaft in GcbirgSgegen-den, zumal wo die Volksökonomie die Waldweide fürdas Schmalvieh nicht leicht entbehren kann.

§. s.

Die Sturmschäden in den Rothtannen-waldungen. Die Waldmäntel.

ES mögen nun regelmäßige BesaamungSschlägeoder unregelmäßige Plenterschläge oder endlich Kahl-